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Deutschland / Welt Nordkorea signalisiert Bereitschaft zu neuen Atom-Verhandlungen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Nordkorea signalisiert Bereitschaft zu neuen Atom-Verhandlungen
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08:16 06.10.2009
Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao (links) und der chinesische Außenminister Yang Jiechi (rechts) dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong-Il.
Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao (links) und der chinesische Außenminister Yang Jiechi (rechts) dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong-Il. Quelle: afp
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Das hatte Kim Jong Il bei einem Treffen mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao angedeutet, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag. Die USA forderten erneut die atomare Abrüstung Nordkoreas.

Bei dem Gespräch mit Wen am Montagabend in Pjöngjang habe Kim seine Bereitschaft zu „multilateralen Verhandlungen“ zum Ausdruck gebracht, berichtete KCNA. Das umfasse auch die Sechs-Parteien-Gespräche. Allerdings hänge das von den Ergebnissen der bilateralen Verhandlungen mit den USA ab. Anstelle des derzeitigen feindlichen Verhältnisses zwischen Nordkorea und den USA sollten „friedliche Beziehungen“ zwischen beiden Ländern treten, sagte Kim demnach. Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, Kim und Wen hätten in der Frage einen „sehr wichtigen Konsens“ erreicht.

Wen war am Sonntag zu einem dreitägigen „Freundschaftsbesuch“ in Nordkorea eingetroffen. In den vergangenen Tagen war bereits spekuliert worden, Kim werde während des Besuchs seines chinesischen Gasts möglicherweise eine „wichtige Ankündigung“ machen. Am Dienstag beendete Wen seinen Besuch und reiste wieder nach China zurück, wie Xinhua berichtete.

Die USA reagierten verhalten auf die Ankündigung Kims. „Wir sind nach wie vor bereit, mit Nordkorea auf bilateraler Ebene im Rahmen der Sechs-Parteien-Gespräche zu diskutieren“, sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums. Ziel müsse aber eine „vollständige und überprüfbare“ atomare Abrüstung der koreanischen Halbinsel sein. Diese müsse in „unumkehrbaren Etappen“ vollzogen werden.

Pjöngjang hatte sich im April als Reaktion auf UN-Sanktionen nach dem Test einer nordkoreanischen Langstreckenrakete aus den Gesprächen mit den USA, Südkorea, China, Japan und Russland zurückgezogen und fordert seitdem verstärkt direkte Gespräche mit Washington. Die USA knüpfen bilaterale Verhandlungen an die Bedingung, dass sie der Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche zum Ziel haben.

afp