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Deutschland / Welt Mindestens 34 Tote und 139 Verletzte in Bagdad
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18:49 06.04.2009
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Der Besuch des britischen Handelsministers Peter Mandelson in Bagdad ist am Montag von einer tödlichen Anschlagsserie mit mindestens 34 Toten überschattet worden. Wie das Innen- und das Verteidigungsministerium in der irakischen Hauptstadt mitteilten, wurden in verschiedenen Stadtteilen sechs Autos in die Luft gesprengt. 139 Menschen wurden verletzt. Die meisten Anschläge wurden auf belebten Märkten verübt.

Ein Anschlag zielte auf einen ranghohen Mitarbeiter des Innenministeriums, der im südöstlichen Stadtviertel El Dschadida mit dem Wagen unterwegs war. Getötet wurden bei diesem Anschlag ein Zivilist und ein Polizist, sechs weitere Polizisten erlitten Verletzungen. Auf dem El-Maalef-Markt im Westen Bagdads starben mindestens zwölf Menschen bei der Explosion einer Autobombe, auf dem Großmarkt im zentralen Viertel Allawi wurden mindestens sechs Menschen bei einem Anschlag getötet. In dem schiitisch dominierten Viertel Sadr City tötete eine auf einem Markt gezündete Autobombe zehn Menschen.

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Mandelson, der an der Spitze von Großbritanniens erster großer Handelsdelegation seit mehr als 20 Jahren in den Irak reiste, traf in Bagdad mit dem irakischen Regierungschef Nuri el Maliki zusammen. Die Delegation mit Geschäftsleuten von BP, Shell, der HSBC-Bank, des Pharmaunternehmens Glaxosmithkline und anderen Firmen wurde anschließend in der südirakischen Stadt Basra erwartet. Nach Angaben der britischen Botschaft im Irak sollen Mandelson und die Delegation später auch nach Kuwait und in die Vereinigten Arabischen Emirate reisen.

afp