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Deutschland / Welt Merkel irritiert über erstes Trump-Telefonat
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Merkel irritiert über erstes Trump-Telefonat
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20:56 29.12.2017
US-Präsident Trump sorgte bei einem Telefongespräch mit Angela Merkel für Irritationen. Quelle: AP
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Berlin/Washington

In einem der ersten Telefongespräche zwischen Merkel und Trump, habe die Bundeskanzlerin dem Präsidenten die Rolle der Ukraine in den transatlantischen Beziehungen erläutern müssen, schrieb die „New York Times“ unter Berufung auf Regierungskreise. Der Präsident habe dabei Wissenslücken offenbart. Er habe wenig Ahnung über die Bedeutung und die Geschichte der Ukraine oder das schwierige Verhältnis zu Russland gehabt. Auch war er nicht im Bilde, was die USA und Verbündete bisher unternommen hatten, um Putin zurückzudrängen.

Deutsche Regierungsvertreter seien erschrocken gewesen über die Unkenntnisse. Noch mehr verstört habe sie aber, dass sich Mitarbeiter des Weißen Hauses nach dem Gespräch beschwert hätten, Merkel habe sich zum Präsidenten herablassend verhalten.

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Bei Merkels Besuch im Weißen Haus im März 2017 verweigerte der US-Präsident der Kanzlerin den Handschlag. Später soll Trump dem Bericht zufolge vorgeschlagen haben, ein bilaterales Handelsabkommen auszuhandeln, was die Bundesrepublik nach EU-Recht nicht darf. Statt Trumps Unkenntnis zu entlarven, habe Merkel erwidert, dass man natürlich darüber verhandeln könne, es müsse aber ein Handelsabkommen zwischen den USA und der EU sein. Trump habe daraufhin gesagt: „Also könnte es bilateral sein?“ Als Merkel genickt habe, habe der Präsident zu seinem Handelsminister Wilbur Ross gesagt: „Wilbur, wir werden ein bilaterales Handelsabkommen mit Europa aushandeln.“

Die USA und die EU hatten mehrere Jahre über das transatlantische Handelsabkommen TTIP verhandelt; die Gespräche liegen aber seit Januar auf Eis.

Nach dem Treffen zeigten sich die deutschen Regierungsvertreter erleichtert, dass die Bundeskanzlerin die erste Zusammenkunft meisterte ohne den Präsidenten zu blamieren oder zu belehren.

Von RND/dpa

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