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Deutschland / Welt Mehrere Hundert Teilnehmer bei Ostermärschen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Mehrere Hundert Teilnehmer bei Ostermärschen
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19:20 11.04.2009
Demonstranten auf dem Breitscheidplatz in Berlin Quelle: Steffi Loos/ddp
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Zudem forderten die Friedensaktivisten die Abschaffung von Atomwaffen. Außerdem solle die Installation eines Raketenabwehrschildes in Tschechien verhindert werden.

Auch in Hessen, Bayern und in Norddeutschland gingen Friedensaktivisten auf die Straße. In München demonstrierten bei einem Ostermarsch mehrere Hundert Menschen gegen Krieg und die NATO. Unter dem Motto „Nein zum Krieg - Nein zur NATO - Für Frieden und Gerechtigkeit“ zogen nach Angaben der Polizei rund 300 Aktivisten durch die Innenstadt.

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Im hessischen Erbach nahmen rund 120 Menschen an einem Ostermarsch teil. Auf der Abschlusskundgebung kritisierte der Linken-Fraktionschef Willi van Ooyen die NATO als „aggressives Militärbündnis nach innen und außen“. In Gießen zeigten Aktivisten unter dem Motto „Die Friedensbotschafter sind in der Stadt“ stummes Theater in der Fußgängerzone. Damit wollte die Friedensinitiative „zivile Alternativen“ für einen Frieden in Afghanistan aufzeigen.

Auch in norddeutschen Städten demonstrierten auf Ostermärschen einige Hundert Menschen für Frieden und Abrüstung. Aktionen, zu denen Friedensgruppen aufgerufen hatten, gab es in Hannover, Bremen, Bremerhaven, Braunschweig, Oldenburg, Kiel und Rostock. Themen der diesjährigen Veranstaltungen waren der Nahost-Konflikt, die atomare Abrüstung, der Krieg in Afghanistan sowie die NATO. Die Zahl der Teilnehmer bewegte sich den Angaben zufolge zwischen einem Dutzend in Rostock und 200 in Kiel.

In Braunschweig beteiligten sich nach Polizeiangaben 50 Menschen an einer Fahrraddemo unter dem Motto „Kein Frieden mit der NATO“. Die Veranstaltung in Oldenburg, an der 80 Menschen teilnahmen, stand unter dem Motto „Friedenspolitik statt Krieg“. In Bremen forderten rund 150 Teilnehmer einen Rückzug der deutschen Truppen aus Afghanistan und die Entfernung aller Atomwaffen aus Deutschland.

Die Ostermarsch-Bewegung entstand vor 50 Jahren in Großbritannien, die erste Demonstration führte am 7. April 1958 von London zur Atomforschungsanlage Aldermaston. In der Bundesrepublik fand 1960 der erste Ostermarsch statt. Einige Hundert Demonstranten protestierten damals gegen den Truppenübungsplatz Bergen-Hohne in Niedersachsen. Anfang der 80er Jahren erreichte die Bewegung ihren Höhepunkt. Damals protestierten Hunderttausende Menschen unter anderem gegen den NATO-Doppelbeschluss zur Stationierung von Atomwaffen in der Bundesrepublik und für Frieden in der Welt.

In Hamburg findet am Montag ein Ostermarsch statt. Am selben Tag gibt es im Eichsfeld bei Göttingen auch den einzigen „west-östlichen“ Ostermarsch. Die Teilnehmer starten zeitgleich im niedersächsischen Duderstadt und im thüringischen Wehnde und wollen sich zu einer Kundgebung an der früheren deutsch-deutschen Grenze treffen.

ddp