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Deutschland / Welt Wer verzweifelt sucht, der wird weiter zahlen
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15:49 25.02.2019
Wer bestellt, der zahlt? Quelle: dpa
Kommentar

 

Eigentlich funktioniert der Dienstleister-Markt ja so: Der Kunde hat einen Wunsch, aber keine Zeit und wenig Ahnung – deshalb schaltet er jemanden ein, der sich mit der Materie auskennt. Und bezahlt ihn auch.

In der Immobilienbranche ist dieser normale Grundsatz geschäftlicher Beziehungen schon lange außer Kraft gesetzt. Von Eigentümern oder Verkäufern eingesetzte Makler werden zumeist von der anderen Partei bezahlt, also von künftigen Mietern oder dem Käufer. Diese widersinnige Praxis hatte sich zunächst auf den aufgeladenen Wohnungsmärkten der Metropolen entwickelt und konnte sich dann überall ausbreiten.

Barley drängt auf Bestellerprinzip

Es ist löblich, dass Verbraucherschutzministerin Katarina Barley (SPD) auf normale Verhältnisse dringt und die Praxis umdrehen will. Das sogenannte Bestellerprinzip gilt schon für den Vermietungsbereich und soll laut Barley ein voller Erfolg sein. Jedenfalls werden nicht mehr so viele Makler in diesem Bereich tätig wie zuvor, sagt sie. Das liegt allerdings auch daran, dass Vermietungen ohnehin immer strengeren Regularien unterliegen.

Die Makler-Courtage von bis zu 7,14 Prozent des Kaufpreises ist bei Wohnungs- oder Hauskäufern, neben weiteren Nebenkosten, tatsächlich ein ordentlicher Schlag ins Kontor. Doch wer seine Traumwohnung in seiner Traumlage nach Jahren des Suchens endlich findet – der nimmt das in Kauf.

Der Staat hält auch gern die Hand offen

Und ohne sich dabei zu weit aus dem Fenster zu lehnen, kann getrost vermutet werden: Das wird auch bei Anwendung des Bestellerprinzips auf den Kaufbereich so bleiben. Denn wie soll realistisch verhindert werden, dass die Courtage verdeckt Teil des Kaufpreises ist? Dann zahlt der Käufer nicht nur die Vermittlungsgebühr, sondern auch Grunderwerbsteuer auf den höheren Kaufpreis. Das wiederum freut den Staat, der hierbei ebenfalls gern die Hand offen hält.

Von Thoralf Cleven/RND

Auch beim Verkauf von Eigentumswohnungen sollen die Käufer entlastet werden – Verkäufer müssen in Zukunft die volle Maklergebühr tragen. Das plant die Justizministerin. Das unionsgeführte Bauministerium und der Immobilienverband lehnen den Entwurf ab.

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