Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Deutschland / Welt Kurden widersprechen Trump: Wollen IS-Kämpfer nicht freilassen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Kurden widersprechen Trump: Wollen IS-Kämpfer nicht freilassen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:28 24.02.2019
Ein von den USA unterstützter Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) sitzt in einem Gebäude, das als temporäre Basis dient. (Symbolbild) Quelle: Felipe Dana/dpa
Berlin

Vertreter der kurdischen Kräfte in Nordsyrien haben versichert, dass sie inhaftierte deutsche Dschihadisten nicht freilassen wollen. Damit widersprachen sie einer Drohung von US-Präsident Donald Trump.

Der Außenbeauftragte der von Kurden angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), Abdel Karim Omar, sagte der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, dass Trump über eine Freilassung nicht zu entscheiden habe.

Die ausländischen Gefangenen seien nicht in amerikanischen, sondern in kurdischen Händen. „Wir werden mit den IS-Mitgliedern gemäß den internationalen Verträgen und Konventionen umgehen, und wir werden sie nicht freilassen“, sagte Omar.

Trump fordert Rücknahme von IS-Kämpfern

Trump hatte europäische Länder wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien via Twitter dazu aufgerufen, mehr als 800 in Syrien gefangene Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zurückzunehmen und vor Gericht zu stellen.

Mehr zum Thema IS-Kämpfer

Bericht: Seehofer stellt Bedingungen für Rücknahme von IS-Kämpfern

Erklärstück: Rückkehr von IS-Kämpfern: Wie funktioniert das?

Nahaufnahme: Wie ein Schweißer aus Deutschland zum gesuchten IS-Kämpfer wurde

Leiter: Deutsche IS-Kämpfer, Deutschlands Verantwortung

Kommentar: IS-Kämpfer heim holen? Trump stürzt Deutschland in ein Dilemma

Bericht: „Gefahr minimieren“: Terrorismusexperten wollen IS-Kämpfer zurückholen

Nahaufnahme: So entkam Nobelpreisträgerin Nadia Murad dem IS

Falls die Verbündeten nicht reagieren sollten, seien die USA gezwungen, sie auf freien Fuß zu setzen. Allerdings sind die Kämpfer nicht in US-Gewahrsam, sondern in der Gewalt kurdischer Einheiten, die weite Landstriche im Norden Syriens kontrollieren. Die USA sind Verbündete der Kurden im Kampf gegen den IS.

Rund 40 deutsche IS-Kämpfer warten auf Rückkehr

Der Berliner Vertreter der kurdischen Selbstverwaltung, Ibrahim Murad, sagte der Zeitung: „Wir verstehen nicht, warum Trump das sagt. Was hat er damit zu tun?“ Die ausländischen Gefangenen seien zwar eine Last, doch liege es nicht im kurdischen Interesse, sie auf freien Fuß zu setzen. „Das wäre auch für uns zu gefährlich.“

Die syrischen Kurden verlangen ebenfalls, dass die IS-Angehörigen schnell in ihre Heimatländer zurückkehren. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von vor wenigen Tagen gehen deutsche Sicherheitsbehörden bisher von gut 40 im syrischen Kurdengebiet gefangenen IS-Kämpfern mit deutschem Pass aus. Gegen 18 von ihnen lägen deutsche Haftbefehle vor.

Lesen Sie auch: NRW-Innenminister will Hilfsprogramme für Kinder von IS-Kämpfern

Von RND/dpa/lf

Die Linken haben bei ihrem Parteitag in Bonn einen versöhnlichen Ton angeschlagen. Und trotzdem stehen sie jetzt im Zentrum der Kritik. CDU-Politiker Norbert Röttgen etwa zieht Parallelen zur AfD. Der Grund: Ihre Solidaritätsaktion für Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro.

24.02.2019

Venezuelas autoritärer Präsident Maduro hat sein Land hermetisch gegen jede humanitäre Hilfe für die hungernde Bevölkerung abgeriegelt: Kriegsschiffe gegen Schiffe mit Essen, Soldaten gegen Lastwagen mit Medizin und Nahrung. Mehrere Menschen sterben an den Grenzen.

24.02.2019

Die Zahl der zivilen Todesopfer in Afghanistan erreicht einen neuen Höchststand: Im Jahr 2018 wurden laut einem Bericht der Vereinten Nationen rund 4000 Zivilisten getötet – die meisten von ihnen durch einen Bombenanschlag. Die Dunkelziffer dürfte laut UN noch höher sein.

24.02.2019