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Deutschland / Welt Konservative wollen Ethik-Untersuchung zu Ilhan Omar
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Konservative wollen Ethik-Untersuchung zu Ilhan Omar
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07:58 24.07.2019
Ilhan Omar spricht mit Unterstützern in Minneapolis. Quelle: Glen Stubbe/Star Tribune/AP/dpa
Saint Paul

Ein Republikaner aus dem US-Staat Minnesota und eine konservative Stiftung haben Ethik-Ermittlungen gegen die Kongressabgeordnete Ilhan Omar angekündigt. Steve Drazkowski, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Minnesota, und die Stiftung Judicial Watch behaupten, Omar habe möglicherweise ihren eigenen Bruder geheiratet und dabei Einwanderungsbetrug begangen. Omar, Demokratin aus Minnesota, die als Flüchtling aus Somalia in die USA gekommen war, sprach von „widerlichen Lügen“.

Drazkowski bat das Ethikkomitee des Repräsentantenhauses zu ermitteln. Der Antrag von Judicial Watch ging an das Büro für Kongressethik. Sie zitieren Posts in sozialen Medien, unidentifizierte Quellen aus der somalisch-amerikanischen Gemeinde und Adressdaten, um ihre Behauptungen zu unterstreichen.

Drazkowski gab am Dienstag an, nicht über den Antrag von Judicial Watch Bescheid gewusst zu haben. Er hatte zuvor erfolgreich Beschwerden gegen Omar eingereicht. Im Juni stellten Finanzbeamte fest, dass Omar gegen Richtlinien des Staates Minnesota verstoßen hatte, als sie Wahlkampfgeld für ihre persönlichen Reisen außerhalb von Minnesota nutzte. Omar musste dem vorherigen Wahlkampfkomitee beinahe 3500 US-Dollar zurückzahlen. Sie stellten ebenfalls fest, dass Omar und ihr Ehemann bereits im Jahr vor ihrer Hochzeit eine gemeinsame Steuererklärung abgaben.

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Vor einer Woche hatte US-Präsident Donald Trump getwittert, Omar und drei weitere Kongressabgeordnete of Color sollten in ihre Heimatländer „zurückgehen“. Als „People of Color“ bezeichnen sich Menschen, die sich als nicht-weiß definieren. Alle vier Frauen sind US-Bürgerinnen, Omar ist die einzige, die außerhalb der USA geboren wurde. Sie ist eine der ersten weiblichen muslimischen Abgeordneten. Trump „schürt weißen Nationalismus“ antwortete sie.

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Von RND/AP