Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Deutschland / Welt Kandidatur Roth/Kampmann: Ein gutes Signal für die SPD
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Kandidatur Roth/Kampmann: Ein gutes Signal für die SPD
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:43 04.07.2019
Sie sind das erste Duo, das die Kandidatur für den SPD-Vorsitz erklärt hat: Michael Roth und Christina Kampmann. Quelle: Thomas Imo/photothek.net
Berlin

Es gibt nichts Langweiligeres als einen sportlichen Wettbewerb, der nie wirklich losgeht – weil einfach alle nur auf der Stelle stehen bleiben. Deshalb ist es gut für die SPD, dass sich rasch das erste Kandidaten-Duo gefunden hat, das sich um den Parteivorsitz bewerben will.

Günstig für die weitere Dynamik im Wettbewerb um den SPD-Vorsitz dürfte sein, dass sich mit Michael Roth und Christina Kampmann Bewerber gefunden haben, die weder Nobodys noch Platzhirsche sind. Der Staatsminister im Auswärtigen Amt und die nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete bringen viel politische Erfahrung mit, können aber sehr wohl für einen Neuanfang in der SPD stehen. Das ist eine Mischung, die sich für manch einen in der Partei als reizvoll erweisen könnte. Gleichzeitig könnte der rasche Einstieg von Roth und Kampmann ins Rennen als Ansporn für andere dienen, sich bald zu erklären.

Die Hoffnung auf offene Türen

Über die Chancen lässt sich erst etwas sagen, wenn alle Kandidaturen feststehen. Und auch dann gilt: Diesmal ist das Rennen offen. Zuzutrauen ist es Roth und Kampmann allemal, dass sie der SPD ein sympathisches Gesicht und neuen Mut geben könnten.

Wichtig ist, dass Roth und Kampmann nicht auf eine reine Wohlfühl-Kandidatur setzen, sondern für den Fall ihrer Wahl auch Veränderungen in der Partei ankündigen. Viele in der SPD werden zustimmen, wenn es darum geht, mehr Vertreter aus den Kommunen in den Vorstand zu bringen. Aber der Vorschlag, dass jeder fünfte Listenplatz Persönlichkeiten wie der Schichtarbeiterin oder dem Künstler ohne Parteibuch offen stehen soll, dürfte in der SPD noch für Diskussionen sorgen. Dabei wäre gerade dieser Schritt besonders wichtig.

Roth und Kampmann treten mit dem Anspruch an, bei der SPD die Türen und Fenster aufzureißen. Das nutzt aber nur etwas, wenn Neuankömmlinge willkommen sind.

Lesen Sie auch ein Interview mit Roth und Kampmann: „Die SPD lässt die Menschen im Land derzeit nicht aufhorchen“

Von Tobias Peter/RND

Von Schleudersitz in Berlin an die Spitze der EU nach Brüssel: Kann die Verteidigungsministerin dafür mit dem Plazet des EU-Parlaments rechnen? Die SPD trommelt gegen sie. Fraglich ist, ob sie dafür die Koalition riskiert.

04.07.2019

Wie weit geht die Bereitschaft der Bundesbürger, für den Klimaschutz auf Gewohnheiten zu verzichten. Sehr weit, ergibt der RND-Wahlmonitor. Die Mehrheit spricht sich gegen private Flugreisen aus. Auch beim Kohleausstieg wünschen sich viele ehrgeizigere Ziele als die Politik.

04.07.2019

Als der heutige Bundesinnenminister noch Sozialpolitiker war, liebten ihn die Linken. Das hat sich spätestens seit Beginn der „Flüchtlingskrise“ radikal geändert. An seinem Geburtstag will der CSU-Politiker nicht öffentlich in Erscheinung treten.

04.07.2019