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Deutschland / Welt Kassen müssen Schweingrippe-Impfung bezahlen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Kassen müssen Schweingrippe-Impfung bezahlen
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12:14 10.08.2009
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Die Krankenkassen schließen wegen der geplanten Massenimpfung Zusatzbeiträge nicht aus. Quelle: Thomas Lohnes/ddp (Archiv)
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Ein Spitzentreffen mit den Kassen schloss sie im Interview mit den „Stuttgarter Nachrichten“ und der „Kölnischen Rundschau“ vom Montag zwar nicht aus, „aber es ist klar, dass die Kassen die geplanten Impfungen bezahlen.“ „Es gibt auch genug Kassen, die wissen, dass Impfen kostengünstiger ist als die Behandlung von kranken Menschen“, betonte Schmidt.

Ab Herbst sollen zunächst Ärzte, medizinisches Personal, Angehörige von Polizei, Rettungskräften und Feuerwehr sowie Schwangere und chronisch Kranke gegen die Schweinegrippe geimpft werden. Die Bundesländer haben bei den Herstellern zunächst 50 Millionen Impfdosen geordert, die für eine notwenige zweifache Impfung der rund 25 Millionen Menschen ausreicht, die als besonders gefährdet gelten. Darüber hinaus könne Impfstoff für die gesamte Bevölkerung bestellt werden. Die klinischen Studien zum Impfstoff laufen derzeit, „dann haben wir ab September/Oktober ersten Impfstoff“, sagte Schmidt. „Ich halte das angesichts des milden Verlaufs der Erkrankungen für ein kluges und verantwortbares Konzept.“

Um die Kostenübernahme für die Schweinegrippe-Impfung gibt es seit längerem Streit. Die Kassen wollen, dass sich Bund und Länder beteiligen und fordern eine Beitragserhöhung. Dies lehnte die Bundesregierung ab. Die Krankenkassen schließen wegen der geplanten Massenimpfung Zusatzbeiträge nicht aus. Differenzen gibt es auch über die Höhe der Kosten. Während die Bundesregierung Kosten von 600 Millionen Euro erwartet, rechnen die Kassen und inzwischen offenbar auch Vertreter der Landesministerien mit bis zu einer Milliarde Euro. Sie begründen die höhere Summe damit, dass sich viele Betroffene in Arztpraxen impfen lassen werden und nicht, wie von vom Bund vorgesehen, ausschließlich im öffentlichen Gesundheitsdienst.

afp