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Deutschland / Welt Jurist fordert Übertragung des NSU-Prozesses in anderen Saal
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Jurist fordert Übertragung des NSU-Prozesses in anderen Saal
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13:06 29.03.2013
Foto: Im Streit um Plätze für türkische Pressevertreter beim NSU-Prozess im Oberlandesgericht München fordert ein Jurist die Liveübertragung des Verfahrens in einen anderen Saal.
Im Streit um Plätze für türkische Pressevertreter beim NSU-Prozess im Oberlandesgericht München fordert ein Jurist die Liveübertragung des Verfahrens in einen anderen Saal. Quelle: dpa
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München

Der Streit um die Zulassung von Journalisten zum NSU-Mordprozess könnte nach Auffassung eines Juristen durch eine Übertragung der Verhandlung in einen anderen Saal gelöst werden. "Das Verfahren darf natürlich nicht in Public Viewing ausufern", sagte der Münchner Anwalt Werner Leitner, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Strafrecht im Deutschen Anwaltverein, dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Ich denke aber, das geltende Recht lässt eine solche Übertragung sehr wohl zu, wenn im zweiten Saal die gleichen Bedingungen erfüllt sind wie im Sitzungssaal."

Das Oberlandesgericht (OLG) München sieht sich massiver Kritik ausgesetzt, weil kein einziges türkisches Medium einen der 50 festen Plätze für Journalisten im Gerichtssaal erhalten hat. Die Plätze wurden strikt nach Eingang der Anmeldungen vergeben. Eine Live-Übertragung der Verhandlung in einen Nebenraum für Journalisten lehnt das Gericht aus rechtlichen Gründen ab. Der Presserechtler Gernot Lehr sagte dem "Spiegel", man hätte auch für deutsche, türkische und sonstige ausländische Medien getrennte Körbe bilden und aus jedem Korb eine bestimmte Zahl von Medien auswählen können.

dpa