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Deutschland / Welt Israels Militär verärgert über Amnesty-Bericht zu Gaza-Offensive
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Israels Militär verärgert über Amnesty-Bericht zu Gaza-Offensive
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10:47 02.07.2009
Immer wieder wird das israelische Militär für seine Vorgehensweisen kritisiert.
Immer wieder wird das israelische Militär für seine Vorgehensweisen kritisiert. Quelle: afp
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Amnesty habe sich von der radikalen Palästinenserorganisation Hamas manipulieren lassen, erklärte ein Armeesprecher am Donnerstag in Jerusalem. Der Bericht sei „unausgewogen“ und berücksichtige weder die anhaltenden Raketenangriffe der Hamas noch die Bemühungen der israelischen Armee, zivile Opfer so weit wie möglich zu vermeiden.

Amnesty wirft der israelischen Armee in dem Bericht zur Ende Dezember 2008 begonnenen dreiwöchigen Offensive im Gazastreifen massive Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht vor. Unter den von der Armee getöteten 1400 Palästinensern seien hunderte unbewaffnete Zivilisten und ungefähr 300 Kinder. Außerdem habe die israelische Armee palästinensische Zivilisten als „menschliche Schutzschilde“ benutzt.

Zugleich kritisierte die Menschenrechtsorganisation aber auch die Hamas. Während des 22-tägigen Konflikts habe diese „wahllos“ hunderte Raketen ins südliche Israel gefeuert und dabei drei Zivilisten getötet.

Unterdessen schloss die israelische Regierung erneut den von den USA geforderten Stopp des Siedlungsbaus im Westjordanland aus. Israel werde sein „natürliches Wachstum“ nicht beenden, sagte Vize-Außenminister Danny Ajalon im israelischen Rundfunk. Die 300.000 jüdischen Siedler lebten „vollkommen legal“ in ihren Ortschaften.

afp