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Deutschland / Welt Hat die italienische Polizei illegal Fotos von Carola Rackete verbreitet?
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Hat die italienische Polizei illegal Fotos von Carola Rackete verbreitet?
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18:14 04.07.2019
Fotos, die bei der Verhaftung von Carola Rackete entstanden sind, wurden illegal im Netz verbreitet. Quelle: dpa
Bologna

Drohen der italienischen Polizei Konsequenzen aus der Festnahme der „Sea-Watch 3“-Kapitänin Carola Rackete? Laut italienischen Medienberichten hat die Polizeikommissarin von Agrigent, Rosa Maria Iraci, interne Ermittlungen bei der Finanzpolizei eingeleitet. Auslöser sind Fotos, die von Rackete am vergangenen Wochenende aufgenommen wurden, als sie in Haft war.

Entgegen der Vorschriften gelangten die Aufnahmen in das soziale Netzwerk VKontakte aus Russland. Dort wurden sie etliche Male geteilt und wurden schließlich auch bei Twitter und Facebook verbreitet.

In einem Tweet schreibt die italienische Anwältin der Kanzlei Wildside Himan First, Alessia Morani: „Wegen der Verbreitung des Fotos haben wir eine Anfrage ins Parlament eingebracht.“ Die Kanzlei wirft den Behörden die rechtswidrige Verbreitung von personenbezogenen Daten vor.

Sea-Watch hatte bislang keine Kenntnisse von den internen Ermittlungen, sagte ein Sprecher dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) am Donnerstag. Wie weit die Ermittlungen in der bereits fortgeschritten sind, ist unklar.

Rackete war in der Nacht zum 29. Juni auf Lampedusa festgenommen worden, als sie mit der „Sea-Watch 3“ und 40 Flüchtlingen an Bord auf der Insel an Land gegangen war.

Am Dienstag wurde die 31-Jährige aus dem Hausarrest entlassen und hält sich seitdem in Italien auf. Dort muss sie sich in der nächsten Woche weiter vor Gericht verantworten.

Im Raum stehen Vorwürfe, dass Rackete illegale Einwanderung begünstigt haben soll und dass ihr Schiff beim Anlegen in Lampedusa ein Boot der Finanzpolizei touchierte. Der nächste Gerichtstermin ist für Dienstag anberaumt, die „Sea-Watch 3“ bleibt weiter von den italienischen Behörden beschlagnahmt.

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Von Manuel Behrens/RND

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