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Deutschland / Welt Hat Giffey in ihrer Doktorarbeit geschummelt?
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18:04 03.05.2019
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, steht wegen ihrer Doktorarbeit in der Kritik. Quelle: imago/photothek
Berlin

Familienministerin Franziska Giffey (SPD) soll bei ihrer Doktorarbeit geschummelt haben – zu diesem Ergebnis kommen jedenfalls die Plagiatsexperten der Internetplattform VroniPlag Wiki.

Laut einem „Spiegel“-Bericht werfen sie der Ministerin „zahlreiche wörtliche und sinngemäße Textübernahmen“ vor, „die nicht als solche kenntlich gemacht sind“.

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Giffeys Dissertation mit dem Titel „Europas Weg zum Bürger“ weise demnach auf 37 Prozent der rund 200 Seiten Regelverstöße auf. Konkret gebe es auf elf Seiten „50 bis 75 Prozent Plagiatstext“. VroniPlag-Aktivist Gerhard Dannemann nennt diese Verstöße „eher mittelschwer“ im Vergleich zu anderen Plagiatsfällen.

Freie Universität prüft Giffeys Doktorarbeit ebenfalls

Der Jurist, der auch Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin ist, nennt im Gespräch mit dem „Spiegel“ einen anderen Kritikpunkt: „Gravierender ist, wie unsorgfältig die Autorin mit Quellen umgeht.“ Giffey habe in großem Stil gegen wissenschaftliche Zitierregeln verstoßen.

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Das Fazit der Plagiatsjäger falle entsprechend aus: Giffey habe in mindestens 72 Fällen willkürliche Quellen angegeben oder Fakten benannt, die sich mit ihrer Forschungsarbeit nicht belegen ließen.

Auf Bitte von Giffey selbst prüft derzeit auch die Freie Universität Berlin die Dissertation der Familienministerin. Ein Ergebnis der Untersuchung liegt noch nicht vor. Die Internetplattform will ihren Abschlussbericht in den kommenden Tagen veröffentlichen.

Auf Anfrage des RedaktionsNetzwer Deutschland (RND) wollte sich Giffey nicht zu den Vorwürfen äußern.

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Von RND/lf

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