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Deutschland / Welt Handelskonflikt: USA werfen China Wortbruch vor
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Handelskonflikt: USA werfen China Wortbruch vor
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15:10 07.05.2019
Ein Containerschiff wird an einem Hafen in Qingdao, in der ostchinesischen Provinz Shandong, angedockt.
Ein Containerschiff wird an einem Hafen in Qingdao, in der ostchinesischen Provinz Shandong, angedockt. Quelle: Uncredited/Chinatopix/dpa
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Washington

Die US-Regierung wirft China vor, für die jüngste Eskalation im Handelskonflikt verantwortlich zu sein. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer sagte am Montag (Ortszeit) nach übereinstimmenden US-Medienberichten, China habe in den Verhandlungen über ein bilaterales Handelsabkommen bereits gemachte Zusagen wieder zurückgenommen. Die „Washington Post“ zitierte Lighthizer mit den Worten: „Das ist aus unserer Sicht inakzeptabel.“

Trump hatte am Sonntag überraschend angekündigt, die bereits geltenden Sonderzölle auf Wareneinfuhren aus China im Wert von 200 Milliarden Dollar von diesem Freitag an zu erhöhen – von bisher zehn auf 25 Prozent. Er drohte auch damit, bald alle Einfuhren aus China im Wert von mehr als 500 Milliarden US-Dollar mit solchen 25-prozentigen Zöllen zu überziehen. Trump begründete seinen Schritt unter anderem damit, dass China nachzuverhandeln versuche.

Lighthizer sagte nach Angaben des „Wall Street Journal“, er erwarte dennoch, die Gespräche mit der chinesischen Seite an diesem Donnerstag und Freitag in Washington fortzuführen. Ursprünglich war der Beginn der nächsten Gesprächsrunde für Mittwoch geplant gewesen. Dass die Gespräche fortgesetzt werden, bestätigte auch die chinesische Seite. Die Delegation werde unverändert von Vizepremier Liu He angeführt, teilte das Pekinger Handelsministerium am Dienstag mit.

Die „Washington Post“ berichtete, die neuen Forderungen der Chinesen seien der US-Regierung Ende vergangener Woche übermittelt worden und hätten Trump in Wut versetzt. Der Präsident hatte sich in der Vergangenheit mehrfach optimistisch geäußert, schon bald ein Handelsabkommen mit China abschließen zu können. Er hatte allerdings auch nicht ausgeschlossen, dass die Gespräche noch scheitern könnten.

Von RND/dpa