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Deutschland / Welt G-7 sehen Anzeichen für Erholung noch in diesem Jahr
Nachrichten Politik Deutschland / Welt G-7 sehen Anzeichen für Erholung noch in diesem Jahr
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11:51 25.04.2009
An dem Ministertreffen der G-7-Staaten nahmen Vertreter Deutschlands, der USA, Großbritanniens, Kanadas, Frankreichs, Italiens und Japans teil. Quelle: Tim Sloan/afp
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Der Absturz der Wirtschaft in den einzelnen Staaten habe sich verlangsamt, eine zögerliche Erholung könnte noch in diesem Jahr beginnen, hieß es in der in Washington verabschiedeten Abschlusserklärung.

Die Minister deuteten zum Abschluss ihres Treffens auf Anzeichen für eine Stabilisierung hin. "Die Konjunktur dürfte später im Jahr wieder anziehen", prognostizierten sie. Das Umfeld sei aber weiter "schwach", schränkten sie zugleich ein. Der erwartete Aufschwung sei noch erheblichen Risiken ausgesetzt.

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"Wir werden alles Nötige tun, um die Rückkehr zum Wachstum zu beschleunigen und langfristige finanzielle Stabilität zu bewahren", hieß es in der Erklärung. Es werde weiterhin nötig sein, Liquidität bereitzustellen, Kapital in die Finanzinstitutionen zu pumpen, Einlagen zu schützen und das Problem der Ramschanleihen anzugehen.

Die Minister kündigten eine weitere enge Zusammenarbeit an, "um Wachstum und Arbeitsplätze wiederherzustellen und die Wiederholung einer Krise dieser Größenordnung zu verhindern". Ausdrücklich lobten die Minister den Beitrag mehrerer Staaten, darunter China, zur Bekämpfung der Weltwirtschaftskrise.

Auch US-Finanzminister Timothy Geithner verband vorsichtigen Optimismus mit einer Warnung vor der Erwartung, dass die schlimmste Rezession seit den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts schnell vorbei sein werde. Es wäre falsch, aus den Anzeichen zu schließen, "dass wir kurz davor sind, aus der Dunkelheit hervorzutreten, die im September über die globale Wirtschaft hereinbrach", sagte Geithner in Washington.

Die deutsche Delegation zeigte sich insbesondere zufrieden damit, dass die Abschlusserklärung weiteren Handelsschranken eine Absage erteile. "Das ist aus unserer Sicht ein richtiger und wichtiger Schritt", sagte Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen, der Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) in Washington vertrat.

An dem Ministertreffen der G-7-Staaten nahmen Vertreter Deutschlands, der USA, Großbritanniens, Kanadas, Frankreichs, Italiens und Japans teil. Am späten Abend (Ortszeit) schloss sich ein Treffen im erweiterten Kreis an. Daran nahmen die Ressortchefs der G-20-Staaten teil. Dazu gehören außer den G-7 weitere Industrie- und Schwellenländer. Das Treffen dauerte mehr als eine Stunde. Eine Abschlusserklärung gab es nicht.

afp