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Deutschland / Welt Fregatte verabschiedet - Einsatz vor Somalia
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12:42 07.01.2010
Das deutsche Kampfschiff ist zu seinem zweiten Anti-Piraten-Einsatz „Atalanta“ innerhalb eines Jahres ausgelaufen.
Das deutsche Kampfschiff ist zu seinem zweiten Anti-Piraten-Einsatz „Atalanta“ innerhalb eines Jahres ausgelaufen. Quelle: lni
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Die Fregatte „Emden“ hat am Donnerstag ihren Heimathafen Wilhelmshaven Richtung Somalia verlassen. Rund 100 Angehörige und Freunde der Besatzung harrten bei starken Schneetreiben und Minusgraden an der Pier aus, um ihre Lieben zu verabschieden. Viele von ihnen hatten Tränen in den Augen, denn das Schiff der Deutschen Marine wird voraussichtlich erst am 7. Juni zurückkehren. Die „Emden“ beteiligt sich bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwölf Monaten an der EU-Mission „Atalanta“.

In etwa 14 Tagen kommt die Fregatte nach Angaben der Marine im Einsatzgebiet am Horn von Afrika an. Vor der Küste Somalias soll sie die Schiffe des Welternährungsprogramms mit Hilfslieferungen vor Angriffen der Piraten schützen. Neben der 235 Soldaten starken Besatzung sind zahlreiche Spezialisten an Bord, darunter Piloten und Hubschraubertechniker. Somalia gehört zu den größten Krisengebieten weltweit.

Bei Bedarf werden nach Marine-Angaben 10-köpfige „Vessel Protection Detachment“-Teams gebildet, die per Bordhubschrauber oder Beiboot der Fregatte auf die Handelsschiffe der Vereinten Nationen übersetzen. Sie beraten und schützen dort, wenn das Schiff in den von Piraten gefährdeten Gewässern unterwegs ist. Solche Spezialeinheiten seien bereits regelmäßig an Bord von Schiffen des Welternährungsprogramms auf dem Weg von Mombasa (Kenia) nach Mogadischu (Somalia).

lni