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Deutschland / Welt FDP-Frau Steiner kommentiert Angriff auf Frank Magnitz – leicht bekleidet vom Bett aus
Nachrichten Politik Deutschland / Welt FDP-Frau Steiner kommentiert Angriff auf Frank Magnitz – leicht bekleidet vom Bett aus
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20:55 08.01.2019
Lencke Steiner in einer Talkshow (Archivbild) Quelle: Eventpress Stauffenberg / Picture Alliance
Bremen

Es ist ein ungewöhnlicher Ort für einen Kommentar über einen politisch hochbrisanten Vorfall wie den gewalttätigen Angriff auf den Bremer AfD-Chef Frank Magnitz: unter der Bettdecke. An genau diesem Ort zeigt sich die Bremer FDP-Politikerin Lencke Steiner und filmt sich dabei selbst. Steiner, Mitglied im FDP-Bundesvorstand und Vorsitzende der FDP-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft, hat ihren Video-Kommentar am Dienstagvormittag auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht. „Gewalt geht gar nicht!“ schreibt sie dazu, und: „Schockiert über das Attentat auf Frank Magnitz!“

Steiner: Schlaflose Nacht nach dem blutigen Angriff

Die 33-Jährige erzählt in dem Video von der schlaflosen Nacht, die ihr die Nachricht über den blutigen Angriff beschert habe. Nach eigener Aussage war Steiner selbst auf dem Neujahrsempfang des „Weser-Kuriers“, bei dem sich auch Frank Magnitz vor dem Übergriff auf dem Goetheplatz im Bremer Zentrum aufhielt. Sie habe die Veranstaltung etwa 20 Minuten nach Magnitz verlassen. „Ganz ehrlich, ich bin fassungslos“, sagt Steiner zu der Tat. „Es ist doch ganz egal, ob der Frank Magnitz heißt, ob der Lieschen Müller heißt (sic!) oder ob das morgen eine Lencke Steiner ist. So was darf nicht passieren.“

Magnitz war nach Polizeiangaben am Montagabend von mehreren Personen angegriffen und verletzt worden. Nach Angaben der Bremer AfD wurde Magnitz von drei Vermummten attackiert. Sie hätten Magnitz mit einem Kantholz bewusstlos geschlagen und gegen den Kopf getreten, als er auf dem Boden gelegen habe. Er liege nun schwer verletzt im Krankenhaus.

Steiner erhält anonyme Morddrohungen per E-Mail

In dem Facebook-Video, in dem Lencke Steiner sich kaum bekleidet, nur mit einer vorgehaltenen Bettdecke zeigt, spricht sie von „schockierenden“ Bildern. Sie selbst würden manchmal Morddrohungen von Unbekannten per E-Mail erreichen, „von irgendwelchen blöden Menschen, wer auch immer das ist“. Die Absender blieben immer anonym.

Üblicherweise würde sie solche Nachrichten ignorieren. Nach dem aktuellen Angriff überdenkt sie ihr Verhalten: „Wie weit muss es denn noch gehen heutzutage? Was lassen wir denn noch zu? Morgen ist einer von uns der nächste, oder was?“ Derartige Übergriffe in der Öffentlichkeit dürften nicht zugelassen werden und man müsse Antworten darauf finden.

Entsetzen, Empörung und viele offene Fragen: Die genauen Hintergründe für die Attacke auf den Bremer AfD-Landeschef Frank Magnitz sind noch unklar. Die Polizei geht von einem politischen Motiv aus. Attacken mussten auch schon andere Politiker hinnehmen – die Motive waren unterschiedlich.

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Von Jana Wolf/RND

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