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Deutschland / Welt „Köln ist keine türkische Provinz“
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07:42 20.05.2014
Von Dirk Schmaler
Foto: „Köln ist keine türkische Provinz“: FDP-Parteichef Christian Lindner.
„Köln ist keine türkische Provinz“: FDP-Parteichef Christian Lindner. Quelle: Surrey
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Hannover/Berlin

„Wir erwarten ein sensibles, ein verantwortungsbewusstes Auftreten“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Die CSU rief Erdogan auf, die Rede angesichts des schweren Grubenunglücks in der Türkei mit mehr als 300 Toten und des massiven Vorgehens der türkischen Regierung gegen Demonstranten abzusagen.

„Einen Tag vor dem deutschen Europawahltag eine türkische Erdogan-Huldigungsshow abzuliefern ist inakzeptabel“, sagte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer. FDP-Chef Christian Lindner erklärte, autoritäre Politiker, die hierzulande Wahlkampf machen wollten, seien „nicht willkommen“.

„Ich halte es für bizarr, dass Erdogan in dieser Situation in Deutschland Wahlkampf macht, als wäre Köln eine türkische Provinz“, sagte der Parteichef der HAZ. Lindner forderte zudem eine „Gesprächspause“ bei den EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. „Es passt rechtsstaatlich nicht, es passt von der Einkommensstruktur noch nicht, und die EU ist in ihrer Situation auf absehbare Zeit auch nicht zur Aufnahme weiterer Länder bereit.“

Der türkische Regierungschef will am Sonnabend in Köln bei einer Großveranstaltung in der Lanxess-Arena eine Rede halten und auch um die Stimmen der in Deutschland lebenden Türken für die Präsidentschaftswahl werben.

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Am Sonnabend will der türkische Regierungschef Erdogan in Köln auftreten. Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) hat sich dagegen ausgesprochen. Gökay Sofuoglu, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde, spricht von einer Wahlkampfaktion: „Er hat eine große Anhängerschaft in Deutschland.“ 

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