Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Deutschland / Welt Wieder Schüsse in Istanbul
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Wieder Schüsse in Istanbul
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:52 03.03.2016
Foto: Zwei bewaffnete Angreiferinnen haben eine Polizeistation in Istanbul angegriffen.
Zwei bewaffnete Angreiferinnen haben eine Polizeistation in Istanbul angegriffen. Quelle: Twitter/Screenshot
Anzeige
Istanbul

Sicherheitskräfte haben in der türkischen Metropole Istanbul einen Angriff auf eine Polizeiwache gewaltsam beendet. Die beiden "Terroristinnen" seien "neutralisiert" worden, sagte der Gouverneur von Istanbul, Vasip Sahin, am Mittwoch nach Angaben der Nachrichtenagentur DHA. Sahin legte sich auf eine entsprechende Frage hin nicht darauf fest, ob die Frauen getötet oder festgenommen wurden. Er sagte weiter, zwei Polizisten seien leicht verletzt worden. Über die Hintergründe der Tat war zunächst nichts bekannt.

Auf einem Video ist zu sehen, wie zunächst ein Polizeibus vor der Wache im Stadtteil Bayrampasa auf der europäischen Seite Istanbuls vorfährt. Dann kommen zwei Personen ins Bild, von denen eine zu schießen beginnt. Die zweite Person wirft vermutlich eine Handgranate in Richtung des Busses.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, die Handgranate sei nicht explodiert. Anadolu berichtete weiter, die beiden Frauen seien nach dem Angriff und einem kurzen Schusswechsel geflohen und hätten sich dann in einem Gebäude verschanzt. Die Polizei habe daraufhin mit Hilfe von Hubschraubern und Spezialkräften eine Operation begonnen.

Im vergangenen Monat waren bei einem Anschlag einer militanten kurdischen Gruppe auf Busse mit Soldaten in der Hauptstadt Ankara 30 Menschen getötet worden. Im Januar hatte ein Selbstmordattentäter in Istanbul in die Luft gesprengt, zwölf deutsche Touristen kamen ums Leben. Dieser Anschlag wurde der Terrormiliz Islamischer Staat zugeschrieben. Ähnliche Angriffe wie den in Bayrampasa hatte in der Vergangenheit die linksextreme Gruppe DHKP-C in Istanbul verübt.

dpa