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Deutschland / Welt Maaßen beklagt sich über öffentliche Herabwürdigung
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Maaßen beklagt sich über öffentliche Herabwürdigung
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16:08 21.12.2018
Hans-Georg Maaßen leitete bis vor wenigen Wochen den deutschen Verfassungsschutzbericht. Quelle: imago/IPON
Berlin

Sein Fall war tief, seine Enttäuschung darüber sitzt wohl noch tiefer. Hans-Georg Maaßen, langjähriger Präsident des Verfassungsschutzes beklagt sich im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ über den Umgang von Politik und Medien mit ihm vor seiner Absetzung als Behördenchef. „Was mich schmerzt, ist die öffentliche Herabwürdigung, die ich erfahren habe und gegen die ich mich nicht wehren konnte“, sagte Maaßen.

Seiner Ansicht nach sei sein Fall der erste in der Geschichte der Bundesrepublik gewesen, in dem ein hochrangiger Beamter eine derartige Diskussion über seine Person erfahren habe. Maaßen äußerte auch Unverständnis darüber, „dass eine Regierung wegen eines Beamten, der sich nichts hat zuschulden kommen lassen, infrage gestellt wird.“

„Wenn schon, dann Spielball“

Maaßen sieht sich nicht als Opfer, sagte er dem „Spiegel“: „Wenn schon, dann Spielball.“ Getroffen hätten ihn jedoch „die öffentlichen Unterstellungen und Schmähungen, bei denen es zum Beispiel hieß: Maaßen ist ein Schädling, Maaßen tritt die Verfassung mit Füßen, Maaßen hat nicht alle Tassen im Schrank“. Dies wäre zum Teil „ehrabschneidend" gewesen.

Besonders getroffen hätte Maaßen, „dass man versucht hat, mich in die rechte Ecke zu schieben“. Anwerbebemühungen der AfD erteilte er erneut eine Absage: „Ich bin seit 1987 Mitglied der CDU und gedenke das auch zu bleiben. Ich würde mich natürlich freuen, wenn die CDU unter der neuen Parteivorsitzenden im Bereich innere Sicherheit stärkere Akzente setzen würde“, sagte Maaßen.

Koalition geriet an den Abgrund

Der frühere Ex-Verfassungschutzchef war von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) Anfang November in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden. Anlass war das Bekanntwerden des Manuskripts einer Rede, in der Maaßen vor Geheimdienstkollegen aus aller Welt unter anderem von linksradikalen Kräften in der SPD gesprochen hatte. Davor hatten Maaßens Aussagen zu ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Chemnitz die Koalition an den Abgrund geführt.

Von RND

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