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Deutschland / Welt Die Spaltung der Bevölkerung ist gefährlich: Kein Dorf darf zurückgelassen werden
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07:31 09.08.2019
Ein Dorf in Brandenburg (Symbolbild) Quelle: Patrick Pleul
Berlin

Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln ist bestimmt kein Sozialist. Sein Institut gilt als arbeitgebernah und an der segensreichen Wirkung der Märkte ausgerichtet. Es lässt also aufhorchen, wenn Hüther mehr (schuldenfinanzierte) staatliche Investitionen in Infrastruktur und öffentlichen Verkehr fordert, um ländliche Regionen besser anzubinden. „Politisch, gesellschaftlich und ökonomisch fatal“ nennt es Hüther, Regionen wie die Altmark einfach ausbluten zu lassen und die Förderung auf die Wachtsumskerne zu konzentrieren.

Sein Argument: Eine bessere Anbindung bringt Pendler, höhere Internetgeschwindigkeit lockt Firmen aus der digitalen Sphäre an. Dann bekommt auch die Lausitz eine Chance.

Spannend sind vor allem die gesellschaftspolitischen Untertöne der Studie über gefährdete Regionen, die das IW am Donnerstag vorstellte. Im schlechtesten Fall spaltet sich das Land immer stärker in die Wohnorte der digitalen Elite und der abgehängten Restbevölkerung. Ein Phänomen, das in den USA Trump hervorbrachte, in Frankreich die Gelbwesten. Die Angst vor einem solchen Szenario befeuert in Deutschland die AfD. Die globalisierte Elite in den hippen Metropolen auf dem E-Roller, der doofe Rest im Kaff auf der Flucht vor dem Wolf.

Bürgermeister sollten endlich Gehör finden

In Deutschland, dem Land der versteckten Weltmarktführer aus der Provinz, sieht die Realität fast überall noch anders aus. Dort, wo der Anschluss gefährdet ist, müssen Kommunen Geld in die Hand bekommen, um die Bedingungen vor Ort besser zu machen – und damit sind keine kurzlebigen Projektmittel gemeint. Das fordern Bürgermeister seit Jahren. Sie sollten endlich Gehör finden.

Lesen Sie auch: 19 Regionen in Deutschland drohen abgehängt zu werden - wo es besonders düster aussieht

Von Jan Sternberg/RND

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