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Deutschland / Welt Der Ball ist rund – auch in Russland
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06:21 16.06.2018
WM-Eröffnungsfeier in Moskau. Quelle: imago/Bildbyran
Berlin

Bereits im Vorfeld der WM präsentierte Lufthansa einen Werbespot über die Gastfreundlichkeit und die Weltoffenheit des Gastlandes, allerdings wurde der Film in der ukrainischen Hauptstadt Kiew gedreht. Für Moskau hätten sie keine Drehgenehmigung bekommen, entschuldigte sich der Sprecher.

Die Journalisten beschweren sich ebenfalls, zur Zeit sei es unmöglich, für irgendetwas in Russland eine Genehmigung zu bekommen. Die Sicherheit der WM ist für den Präsidenten zur Chefsache geworden, er möchte am liebsten alles selbst regeln und das in einem Land, das weltweit führend bei der Anzahl der Polizisten pro Bevölkerungskopf ist. Die Beamten schwitzen heftig, obwohl die Sonne kaum scheint. Sie wissen, sollte irgendetwas schief gehen, werden sie nachher das Fußballspiel aus der Sicht des Balls kennenlernen.

Die WM muss zu einem Erfolg werden, dafür ist alles vorbereitet: die Hausfassaden neu gestrichen, Straßenhunde und Regimekritiker vorübergehend weggesperrt, die Plastikbäume mit Deo besprüht. Als Fußballfans verkleidete Sicherheitskräfte sind im Stadion platziert, wo sie mit den zuständigen Ämtern abgesprochene, politisch korrekte Texte im Chor von sich geben. Die Mannschaft hat die Hymne auswendig gelernt. Das einzige Problem ist der Ball, er lässt sich von allen herumschubsen, rollt mal nach links und mal nach rechts.

Wäre der Ball quadratisch, könnte man auch ihn nach der Absprache mit zuständigen Ämtern an der dafür vorgesehenen Stelle im gegnerischen Tor platzieren und der ganzen Welt zeigen, was für ein stabiles und sicheres Fußballland Russland ist. Aber der Ball ist rund.

Wladimir Kaminer ist Schriftsteller und wohnt in Berlin.

Von Wladimir Kaminer

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