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Deutschland / Welt „Comeback der Schiene“: Wo verwaiste Bahn-Strecken reaktiviert worden sind
Nachrichten Politik Deutschland / Welt „Comeback der Schiene“: Wo verwaiste Bahn-Strecken reaktiviert worden sind
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15:12 21.05.2019
Reaktivieren statt stilllegen: Bahn-Verbände hoffen auf ein „Comeback der Schiene“. Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Berlin

Es geht es um Strecken wie die von Templin nach Joachimsthal in der Uckermark. Oder die von Wieren in Niedersachsen nach Salzwedel in Sachsen-Anhalt. Auch zwischen dem bayerischen Wasserburg und dem 30 Kilometer entfernten Mühldorf fahren inzwischen wieder Züge.

Dies sind drei Beispiele für Verbindungen, die stillgelegt waren, inzwischen wieder reaktiviert worden sind. Beispiele, aus denen Bahn-Verbände Hoffnung schöpfen.

Lesen Sie auch: Bahn bekommt weitere Bundes-Milliarden für das Schienennetz

Tatsächlich war zuletzt immer wieder die Rede davon, dass Deutschlands Schienennetz schrumpft. Der Befund stimmt auch: 1994 gab es 44.600 Bahnkilometer, heute sind es noch 38. 500.

Allerdings: Im gleichen Zeitraum sind deutlich mehr als 1000 Schienenkilometer wieder in Betrieb genommen worden. Bundesweit geht es um 827 Kilometer, wo es wieder Personenverkehr gibt. Und um 327 Kilometer Bahntrassen mit neu aufgenommenem Güterverkehr.

Baden-Württemberg bei Strecken-Reaktivierung bundesweit Spitze

Mit einer Deutschland-Karte zeigt die „Allianz pro Schiene“, ein Zusammenschluss von Organisationen, die für eine Stärkung des Bahnverkehrs kämpfen, nun, wo nun wieder Züge unterwegs sind.

Mit 169 reaktivierten Streckenkilometern ist Baden-Württemberg bundesweit Spitze. Nordrhein-Westfalen kommt auf 135, Niedersachsen auf 112, Brandenburg auf 56.

„Die Schiene kommt zurück in Regionen, die lange verwaist waren“, sagte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, am Montag in Berlin. „Im Koalitionsvertrag hat sich die Bundesregierung eine Verdopplung der Fahrgastzahlen vorgenommen.

„Aus Umweltgründen sinnvoll“

Die beiden Verbände stellen eine wachsende Bereitschaft für die Reaktivierung von Strecken im deutschen Schienennetz fest: „Zunehmend werden stillgelegte Verbindungen reaktiviert, weil die Bürger für ihre Fahrten und Unternehmen für ihre Gütertransporte den Eisenbahnverkehr wollen“, betonte Flege.

„Eine von der Bundesregierung beauftragte Studie belegt zudem, dass die Reaktivierung von Schienenstrecken aus Umweltgründen sinnvoll ist“, so Wortmann weiter.

Der VDV hat eine Liste mit Reaktivierungsvorschlägen erarbeitet. Dabei geht es um 186 Strecken mit 3072 Kilometern Länge. Zum Vergleich: Seit 1994 ist das deutsche Schienennetz für den Personenverkehr unterm Strich um mehr als 3600 Kilometer geschrumpft.

Lesen Sie auch: Deutsche Bahn bricht Fahrgastrekord – und kämpft gegen „Staus auf der Schiene“

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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