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Deutschland / Welt CDU will jetzt auch Fahrrad-Partei werden
Nachrichten Politik Deutschland / Welt CDU will jetzt auch Fahrrad-Partei werden
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07:47 22.06.2019
Ein Fahrradfahrerin fährt in Berlin auf einem Fahrradweg auf einer Kreuzung zwischen zwei Autos entlang. Die CDU will mehr Fahrräder und weniger Autos in den Städten. Quelle: Monika Skolimowska/ZB/dpa
Berlin

Die CDU steht in der Verkehrspolitik vor einer Neuausrichtung: Unter dem Eindruck von Klimawandel und Erfolg der Grünen will sie Autos aus den Städten zurückdrängen. „Im Durchschnitt transportieren PKW nur 1,4 Menschen pro Fahrt, brauchen dafür aber die meiste Fläche pro Fahrgast und belasten das Anlagegut Straße um ein Vielfaches“, heißt es im Entwurf eines Positionspapiers unter dem Titel „Mobilität der Zukunft“, das dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. „Vor diesem Hintergrund müssen wir insbesondere in unseren Städten eine Neuaufteilung des begrenzten öffentlichen Raums in Angriff nehmen.“

Mit fahrradfreundlichen Infrastrukturen könnten Fahrräder „bei Entfernungen bis zu ca. 15 Kilometern als Alternative zum PKW attraktiver werden“. Dazu brauche es eine „Radwege-Offensive von Bund, Ländern und Kommunen“. Derzeit seien Radwege oft zu schmal und teilweise marode. Zudem müsse es vermehrt Radschnellwege geben. In der Stadt seien eigene Radspuren nötig. „Eine Separierung des Straßenverkehrs zwischen Fußgängern, Rad- und Kraftwagenverkehr ist im Sinne der Sicherheit geboten.“

Förderung für neue Antriebstechnologien

Die in der Diskussion um Sicherheit von Radfahrern oft diskutierten Abbiegeassistenten für Lastkraftwagen nennt das CDU-Papier nicht.

Das Konzept, das der Vize-CDU-Vorsitzende und baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl und der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann erarbeitet haben, soll am Montag vom CDU-Vorstand beschlossen werden.

Im Video: Die beliebtesten Radwege 2019

Mit Blick auf die CO2-Einsparung propagiert die CDU darin steuerliche Entlastungen von Automobilherstellern. „Auch eine gezielte steuerliche Entlastung der Hersteller, inklusive der Zulieferer, darf kein Tabu sein. Durch sie werden Investitionen ermöglicht und Wertschöpfungsketten erhalten“, heißt es. Zudem wolle man „mit der steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung auch den Bereich der Weiterentwicklung von Antriebstechnologien erreichen, welche der Automobilindustrie entscheidende Anreize bieten kann.“ Dies gelte auch für neue Antriebstechnologien im Schiffs- und Flugverkehr.

In der CDU hieß es, es handele sich nicht um zusätzliche steuerliche Entlastungen, sondern um die bereits beschlossenen Möglichkeiten zur Forschungsförderung.

Im Programm der Union für die Bundestagswahl 2017 hatte die Union dem Thema Fahrrad einen Absatz gewidmet und darin vermehrten Radwegebau angekündigt.

Von Daniela Vates/RND

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