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Deutschland / Welt Bundeswehr prüft Rekrutierung von EU-Bürgern für Spezialisten-Jobs
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17:09 27.12.2018
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU, l) beim Besuch eines Ausbildungszentrum der Bundeswehr Quelle: Philipp Schulze/dpa
Berlin

 Die Bundeswehr prüft, EU-Ausländer für spezielle Tätigkeiten zu rekrutieren. „Wir reden hier beispielsweise von Ärzten oder IT-Spezialisten“, sagte der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag) dazu. In Zeiten des Fachkräftemangels müsse die Bundeswehr „in alle Richtungen blicken“ und sich um den passenden Nachwuchs bemühen.

Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums sagte auf dpa-Anfrage, es gehe um „Stellen mit besonders gesuchten Qualifikationen, in einem sehr eng definierten Rahmen, beispielsweise Ärzte oder IT-Fachkräfte“. Die Idee, die Rekrutierung von EU-Ausländern zu prüfen, sei aber nicht neu, sagte die Sprecherin und verwies auf eine entsprechende Passage im Weißbuch 2016. Schon im Juli hatte das Verteidigungsministerium bestätigt, die Option der Anwerbung von Ausländern in die Personalstrategie aufgenommen zu haben - allerdings ohne genauere Angaben zu möglichen Einsatzbereichen.

Bericht über internes Ministeriumspapier

Nach „Spiegel“-Angaben will das Verteidigungsministerium vor allem Polen, Italiener und Rumänen anwerben, die bereits seit längerem in Deutschland lebten und fließend Deutsch sprächen. So wolle die Bundesregierung EU-Nachbarn die Angst nehmen, dass Deutschland Soldaten mit besseren Gehältern abwerbe, berichtete das Magazin unter Berufung auf ein internes Papier des Ministeriums. Vor allem osteuropäische Nachbarn fürchteten negative Auswirkungen auf die eigene Bedarfsdeckung.

Die Ministeriumssprecherin sagte: „Natürlich haben wir uns hierzu auch mit anderen EU-Ländern ausgetauscht.“ Die Arbeitsergebnisse würden derzeit ausgewertet, der Prozess sei noch nicht abgeschlossen.

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels (SPD), sagte den Funke-Zeitungen, die Rekrutierung von EU-Ausländern sei „eine Art Normalität“. In der Truppe gebe es bereits viele Soldaten mit Migrationshintergrund oder doppelter Staatsbürgerschaft.

Unterdessen nimmt die Zahl der Soldaten bei der Bundeswehr wieder zu. „Wir erreichen am Ende dieses Jahres die Marke von 182 000 Soldatinnen und Soldaten, das sind 2500 mehr Zeit- und Berufssoldaten als noch vor einem Jahr und ein Plus von 6500 gegenüber dem Tiefststand 2016“, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) der „Rheinischen Post“ (Donnerstag). Mit zwölf Prozent Frauenanteil sei ein neuer Höchststand erreicht. Bis 2025 soll die Zahl der Soldaten nach neuen Planungen auf 203 000 steigen.

Von RND/dpa

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