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Deutschland / Welt Bundesregierung sieht keine Verzögerung bei Grippe-Impfstoff
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Bundesregierung sieht keine Verzögerung bei Grippe-Impfstoff
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14:23 23.08.2009
Das Gesundheitsministerium wies darauf hin, die langsame  Vermehrung des Virus sei bekannt und im Zeitplan für den Impfstoff  einkalkuliert.
Das Gesundheitsministerium wies darauf hin, die langsame Vermehrung des Virus sei bekannt und im Zeitplan für den Impfstoff einkalkuliert. Quelle: GlaxoSmithKline/ddp
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Das Magazin „Focus“ hatte berichtet, das Virus lasse sich nur langsam vermehren, was die planmäßige Lieferung des Impfstoffs gefährde.

Das Gesundheitsministerium wies darauf hin, die langsame Vermehrung des Virus sei bekannt und im Zeitplan für den Impfstoff einkalkuliert. „Dieser wird Anfang bis Mitte Oktober zur Verfügung stehen“, versicherte die Sprecherin unter Berufung auf Angaben des zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts. Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch mit einer Rechtsverordnung den Weg für den Start der Massenschutzimpfung gegen die Schweinegrippe im Herbst frei gemacht.

„Focus“ hatte berichtet, die Tatsache, dass sich das Virus „nur äußerst zäh“ vermehren lasse, deute auf Schwierigkeiten bei der Produktion des Impfstoffs hin. Das Magazin verwies allerdings auch auf Auskünfte des Impfstoff-Produzenten GlaxoSmithKline, wonach mit der Fertigstellung „im Herbst“ zu rechnen sei.

Durch die Verordnung der Bundesregierung sind die Krankenkassen zur Übernahme der Impfkosten für bis zu 35 Millionen gesetzlich Versicherte verpflichtet. Dabei sollen die gesetzlichen Kassen selbst die Impfkosten für 50 Prozent der gesetzlich Versicherten tragen müssen. Erst wenn mehr Bürger eine Impfung wollen, springen Bund und Länder mit Steuermitteln ein. Zunächst sollen sogenannte Risikogruppen geimpft werden, darunter Schwangere, chronisch Kranke, Ärzte, medizinisches Personal sowie Mitglieder von Polizei und Feuerwehr.

Die frühere Verbraucherschutzministerin Renate Künast äußerte sich skeptisch zu dem Impfprogramm. Die Grünen-Spitzenkandidatin riet in der „Bild am Sonntag“ besonders Eltern zur Vorsicht. Sie sollten vor der Impfung von Kindern weitere Informationen abwarten und dabei auch Nebenwirkungen bedenken, die noch nicht hinreichend erforscht seien. „Man darf sich von der Schweinegrippe nicht verrückt machen lassen“, warnte Künast. Ob sie sich selbst impfen lassen werde, ließ die Grünen-Politikerin offen. Allerdings bezeichnete sie sich generell eher als „Impfmuffel“.

AFP