Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Deutschland / Welt Brandenburger CDU erntet Spott für bizarres Wahlkampf-Lied
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Brandenburger CDU erntet Spott für bizarres Wahlkampf-Lied
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:32 04.07.2019
Auf Youtube will die CDU um junge Wähler buhlen. Mit einem bizarren Song. Quelle: Screenshot Youtube
Potsdam

Walter Scheel (FDP) setzte auf das Volkslied „Hoch auf dem gelben Wagen“, CDU-Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ ihre Wahlkampfauftritte mit dem Stones-Klassiker „Angie“ untermalen. Auf diesen Spuren wandelt nun auch die Brandenburger CDU im Wahlkampf. Sie hat eine bizarre Lobeshymne auf ihren Spitzenkandidaten Ingo Senftleben komponieren lassen: Der „Ingo-Song“ soll die Wahlkampfauftritte des CDU-Landeschefs begleiten. Nun hat es der Song allerdings ins Internet geschafft – und sorgt dort für Erheiterung.

Eine schwungvolle Countrygitarre, rhythmisches Klatschen – und dann setzt der Sänger ein: „Wer macht auch die Bauern froh? Ingo! Ingo! ... Haut Verbrechern auf den Po? Ingo! Ingo!“ Was beim ersten Hören wie eine Satire des politischen Gegners klingt, ist ernst gemeint: Im „Ingo-Song“ wird Spitzenkandidat Senftleben als eine Art Superheld dargestellt, der alle Probleme des Landes lösen kann. In den sozialen Netzwerken und beim politischen Gegner wird fleißig gespottet – die Union verteidigt das Lied.

CDU-Sprecher: „nicht bierernst nehmen“

„Man muss das nicht bierernst nehmen, es ist ein Gute-Laune-Song, den wir auf unserer Wahlkampftour gerne spielen“, sagt CDU-Sprecher Martin Burmeister.

Der „Tagesspiegel“-Journalist Alexander Fröhlich hatte den „Ingo Song“ zuvor auf Twitter geleakt:

SPD-Generalsekretär Erik Stohn spottete:

„Eine klare Linie kann man der CDU Brandenburg nicht vorwerfen. Erst Eierei mit der AFD. Dann Koalitionsgedanken mit der Linken. Jetzt Spaßpartei.“

Song verbreitet sich auf Youtube

Inzwischen verbreitet sich der Song auch auf Youtube, ironisch angetextet mit: „Rezo war nur der Anfang. Die (Selbst-)Zerstörung der CDU. Der Ingo Song.“

Die Idee hätten der Chef der Werbeagentur, die die CDU-Kampagne verantwortet, und der Landtagsabgeordnete Gordon Hoffmann gemeinsam gehabt.

„War als Motivation gedacht“

Beide hätten auch den Text geschrieben. „Eigentlich war das mehr zu Motivation fürs Wahlkampfteam gedacht und nicht unbedingt für die Öffentlichkeit“, so Burmeister. Nun ist der Song aber in der Welt, man kann ihn bei Youtube hören und auch Radio Fritz hat ihn bereits gesendet.

„Dass sich der politische Gegner darüber lustig macht, stört uns nicht, die Leute werden das Lied mögen“, ist Burmeister überzeugt. Bei den Mitarbeitern der Wahlkampftour sei der Song inzwischen zu einem echten Ohrwurm geworden.

Von RND/MAZ

Angesichts von Gewalt und Drohungen von Rechts haben betroffene Bürgermeister mehr Engagement der Bürger verlangt. Jeder Einzelne müsse im Alltag Rassismus und Hetze entgegentreten, gerade wenn Volksvertreter ins Visier gerieten, sagen sie.

04.07.2019

Die Bundesanwaltschaft hält Nora T. für die Mutter des verdursteten jesidischen Mädchens. Nun hat die Frau, die im Prozess gegen eine IS-Anhängerin als Nebenklägerin auftritt, vor Gericht ausgesagt. Doch auch danach bleiben weiterhin viele Fragen offen.

04.07.2019

Die Kritik an der Nominierung Ursula von der Leyens als Kommissionschefin reißt nicht ab. Bundestags-Vizepräsident Thomas Oppermann sieht sie als Kandidatin der Europafeinde. Derweil verteidigt Donald Tusk die Entscheidung.

04.07.2019