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Deutschland / Welt Mehr Kita-Plätze müssen her
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10:23 11.07.2013
Foto: Die Zahl der Kita-Plätze soll laut Statistischem Bundesamt steigen.
Die Zahl der Kita-Plätze soll laut Statistischem Bundesamt steigen. Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Wiesbaden

Die Zahl der Kita-Plätze in Deutschland steigt, aber im Frühjahr klaffte zumindest nach der Zahl der betreuten Kleinkinder noch eine Lücke im Angebot. Zum Stichtag 1. März wurden rund 597.000 Kinder unter drei Jahren in einer Kita oder von Tageseltern betreut, gut 37.000 mehr als im Vorjahr. Das berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag aufgrund vorläufiger Ergebnisse. In die Statistik seien aber lediglich die in Anspruch genommenen Plätze eingeflossen.

Bund, Länder und Kommunen hatten bis zum August dieses Jahres - wenn der Rechtsanspruch auf Betreuung beginnt - 780.000 Betreuungsplätze versprochen. Das wären 183.000 mehr, als im März in Anspruch genommen wurden.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will am Vormittag neuere Zahlen zu bereitstehenden Betreuungsplätzen vorstellen, die auf einer Umfrage unter den Ländern von Ende Juni basieren.

Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamts besuchten die weitaus meisten der außerhalb der Familie betreuten Kinder im März eine Kita (84,4 Prozent), um den Rest kümmerten sich Tageseltern. Diese Aufteilung habe sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert, berichtete das Bundesamt.

In allen Bundesländern stieg demnach die Zahl der betreuten Kleinkinder, im Schnitt um 6,6 Prozent. Überdurchschnittliche Zuwachsraten von zehn bis elf Prozent gab es in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und im Saarland. Kaum noch stiegen die Zahlen in Sachsen-Anhalt (0,1 Prozent) und Sachsen (0,6 Prozent). Als Grund nennen die Statistiker, dass in den ostdeutschen Flächenländern schon hohe Betreuungszahlen erreicht sind - entsprechend geringer fielen die Steigerungen aus.

In der Altersgruppe der Drei- bis Fünfjährigen - also inklusive eines Teils derer, die schon länger einen Rechtsanspruch haben - wurden im März rund 1,9 Millionen außer Haus betreut. Bundesweit gab es 52.486 Kitas und Horte und 43.841 Tagesmütter und -väter - ein Plus von einem Prozent. Insgesamt wurden 3,3 Millionen Kinder im Alter bis 14 Jahre betreut.

Der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz

Bund, Länder und Kommunen haben mit dem Kinderförderungsgesetz (Kifög) den bisher umfangreichsten Ausbau der Kinderbetreuung gemeinsam auf den Weg gebracht. Das Bundesgesetz trat am 16. Dezember 2008 in Kraft. Danach haben von August 2013 an auch die Eltern von Kindern zwischen dem vollendeten ersten und dem dritten Lebensjahr - also der Ein- und Zweijährigen - einen Rechtsanspruch auf ein Betreuungsangebot in einer Kita oder bei einer Tagesmutter. Der Bedarf liegt nach aktuellen Schätzungen bei 780.000 Plätzen für 39 Prozent der unter Dreijährigen. Der Rechtsanspruch für die über dreijährigen Kinder besteht bereits länger.

Zusammen mit dem Betreuungsanspruch wird vor allem auf Drängen der CSU zum 1. August auch ein Betreuungsgeld für jene Eltern eingeführt, die ihre Kinder in Eigenregie betreuen lassen: zunächst 100 Euro monatlich, ab 2014 dann 150 Euro.

dpa/mhu

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