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Deutschland / Welt Arbeitgeber-Präsident Kramer zu Fridays for Future: „Wenn ich heute 15 wäre, dann wäre ich wahrscheinlich auch dabei“
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Arbeitgeber-Präsident Kramer zu Fridays for Future: „Wenn ich heute 15 wäre, dann wäre ich wahrscheinlich auch dabei“
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17:21 23.07.2019
Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hätte keine Angst vor einem Kanzler Robert Habeck. Quelle: Arne Immanuel Bänsch/dpa
Berlin

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer wäre als Jugendlicher auch Teil der „Fridays for Future“-Bewegung gewesen. „Wenn ich heute 15 wäre, dann wäre ich wahrscheinlich auch dabei“, sagte der BDA-Präsident dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch). „Eine schnelle Veränderung einzufordern und das auch mal laut, ist das Vorrecht jeder jungen Generation“, ergänzte er. Kramer sagte aber auch: „Wir alle haben aber auch Verantwortung für die Menschen, die heute von ihrer Arbeit leben müssen. Und da sage ich: Diese Anpassung braucht ihre Zeit, wenn wir soziale Verwerfungen vermeiden wollen.“

Das Händchen des Robert Habeck

Der BDA-Präsident hätte nach eigenen Angaben auch keine Angst vor einem Kanzler Robert Habeck. „Ich bin kein ängstlicher Typ – und ich hätte auch vor einem Kanzler Robert Habeck keine Angst“, sagte er. „In der Regierungsverantwortung in Schleswig-Holstein hatte er unter der Führung von Ministerpräsident Günther in der Jamaika-Koalition zumindest ein Händchen dafür, ökologische Wünsche und ökonomische Notwendigkeiten zusammenzubringen“, sagte Kramer über Habeck. „Da hat Habeck den Realitäts- und Verantwortungstest bestanden“, setzte Kramer hinzu. Das Programm der Grünen spreche allerdings auf vielen Gebieten eine andere Sprache, sagte er.

Ruf nach realistischen Zielen

„Es ist Aufgabe der Politik, realistische Ziele festzulegen, wie schnell der CO2-Ausstoß gesenkt werden muss. Die technische Lösung aber muss sie den vielen klugen Entwicklern, Ingenieuren und Physikern überlassen“, sagte der BDA-Präsident. Er beklagte: „Die deutsche Automobilindustrie gerät unter Druck weil die Politik voll auf batteriegetriebene Elektromobilität setzt, obwohl wir noch gar nicht wissen, ob das der Stein der Weisen ist. Was ich angesichts der Energiebilanz bezweifle.“ Die Japaner setzten stattdessen auf die Brennstoffzelle, so Kramer. „Auch da dürfen wir den Anschluss nicht verlieren, wie auch bei anderen zukünftigen Lösungen“, sagte er.

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Von Tobias Peter/RND

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