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Deutschland / Welt Ahmadinedschad peilt neuen Nahost-Kurs an
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Ahmadinedschad peilt neuen Nahost-Kurs an
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10:53 27.04.2009
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Quelle: Hassan Ammar
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Sollten die Palästinenser nach einer Zwei-Staaten-Lösung mit Israel streben, werde Teheran sich dem nicht entgegenstellen, sagte Ahmadinedschad in einem am Sonntag ausgestrahlten Gespräch mit dem Sender ABC. „Welche Entscheidung sie auch immer treffen, sie wäre für uns in Ordnung. Wir werden ihnen nichts vorschreiben. Wir werden jede ihrer Entscheidungen unterstützen.“

Weiter sagte Ahmadinedschad, er erwarte aber, dass auch andere Staaten die Rechte der Palästinenser anerkennen. Ob der Iran im Fall einer Zwei-Staaten-Lösung auch Israel anerkennen werde, ließ er offen. Irans Staatschef verteidigte in dem Interview seine Angriffe auf Israel während der Anti-Rassismus-Konferenz in Genf. „Ich bin der Meinung, das zionistische Regime ist die Manifestation des Rassismus.“ Ahmadinedschad kritisierte das Fernbleiben der USA von der Konferenz und warf Präsident Barack Obama vor, die „Massaker an den Bewohnern des Gazastreifens“ unterstützt zu haben.

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Ahmadinedschad verneinte die Frage, ob sein Land zu bedingungslosen Verhandlungen mit den USA bereit sei. Für Gespräche müsse ein klarer Rahmen vorliegen, sagte er. „Die Agenda sollte eindeutig sein.“ Im Atomstreit werde sein Land schon bald ein neues Angebotspaket vorliegen, sagte Ahmadinedschad. „Wir sind immer bereit zum Gespräch.“ US-Außenministerin Hillary Clinton hatte vergangene Woche vor Abgeordneten harte Strafmaßnahmen gegen den Iran angekündigt, sollten die Gesprächsangebote der USA unbeantwortet bleiben.

afp