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Deutschland / Welt 50.000 Unterschriften für Tempolimit: Kirche drängt auf Debatte im Bundestag
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19:23 01.04.2019
Tempolimit 130? Die Debatte wird nun im Bundestag behandelt. Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
Magdeburg

Sie haben es tatsächlich geschafft: Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat bereits drei Tage vor Ende der Zeichnungsfrist die nötigen 50.000 Unterschriften für ihre Tempolimit-Forderung zusammen, wie die „Leipziger Volkszeitung“ berichtet. Damit muss sich nun der Petitionsausschuss des Bundestages mit dem Thema in einer öffentlichen Anhörung beschäftigen. Der Petitionsausschuss-Vorsitzende Marian Wendt (CDU) hatte die EKM-Kampagne im Vorfeld kritisiert und gesagt: „Grüne Verbotspolitik hat in der Kirche nichts zu suchen.“

Kirchenrat Fuhrmann: „Jetzt muss sich Parlament der Debatte stellen“

In Magdeburg reagierte die Kirchenleitung am Montag mit entsprechender Genugtuung auf die erfolgreiche Unterschriftensammlung. „Das Quorum ist erreicht. Wir freuen uns mit all denen, die sich überall in Deutschland engagiert haben“, sagte Oberkirchenrat Christian Fuhrmann, der die Petition beim Bundestag eingereicht hat. „Jetzt muss sich auch unser Parlament der Debatte stellen. Die Diskussion darüber ist jedem gesunden Menschenverstand zuzumuten.“ Fuhrmann spielte damit auf Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) an, der eine ähnliche Empfehlung seiner Expertenkommission für maximal Tempo 130 auf deutschen Autobahnen mit Zweifeln am gesunden Menschenverstand brüsk abgelehnt hatte.

Sachsens Landeskirche unterstützte Aktion nicht

Oberkirchenrat Fuhrmann begründete die EKM-Tempolimit-Forderung, die innerkirchlich nicht unumstritten war und von der sächsischen Landeskirche nicht unterstützt wurde, mit dem christlichen Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung. „Wir haben den Garten, in dem wir leben, nicht selbst gepflanzt – wir haben ihn zu bewahren. Dazu gehört, den eigenen Lebensstil zu überdenken. Dazu gehört aber auch, nach einer konsequenteren Politik des Umwelt- und Klimaschutzes zu verlangen“, so Fuhrmann.

Christen seien der Nächstenliebe verpflichtet. „Viele Menschen sind bereits von den Folgen der Erderwärmung massiv betroffen, wie derzeit in Mosambik. Sie dürfen uns, wie auch die Opfer des Straßenverkehrs, nicht egal sein.“

Von Olaf Majer/LVZ/RND

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