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Panorama Wintertemperaturen haben Deutschland fest im Griff
Nachrichten Panorama Wintertemperaturen haben Deutschland fest im Griff
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16:21 14.10.2009
Es bleibt kalt in Deutschland.
Es bleibt kalt in Deutschland. Quelle: ddp (Archiv)
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In der Nacht zum Mittwoch sanken die Temperaturen in weiten Teilen des Landes unter null Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DW) mitteilte. Am kältesten wurde es mit minus 3,3 Grad im nordrhein-westfälischen Dillenburg, während im Erzgebirge und am Alpenrand Schnee fiel.

Tagsüber schaffte es das Thermometer kaum über acht Grad. „Einen solch zeitigen Kälteeinbruch haben wir nicht alle Jahre“, sagte der DW-Meteorologe Christian Herold. Noch vor einer Woche hatten die Deutschen hochsommerliche Temperaturen über 25 Grad genossen und in Müllheim in Baden-Württemberg sogar bei der Oktober-Rekordtemperatur von 30,9 Grad geschwitzt.

Verantwortlich für den Wintereinbruch ist Polarluft, die zwischen einem Hoch über Großbritannien und einem Tief über Osteuropa nach Deutschland strömt. Sie sorgt auch weiter dafür, dass Heizungen angeschmissen und Autos frei gekratzt werden müssen. Frostige minus fünf Grad wurden in der Nacht zum Donnerstag erwartet. Bis zum Ende der Woche erwartet der Deutsche Wetterdienst keinen deutlichen Temperaturanstieg.

Auch in Hannover heißt es Pudelmütze auf und Schal um den Hals: Am heutigen Mittwoch fallen die Temperaturen bis auf minus 1 Grad, die Höchstwerte liegen am Mittwoch und Donnerstag bei 8 Grad. Am Wochenende sind zweistellige Temperaturen ebenfalls eher die Ausnahme.

Erste Glatteisunfälle in Bayern - ADAC rät zu Winterausrüstung
Nach dem Norden Deutschlands hat nun auch der erste Schnee auf Bayerns Straßen für Glatteisunfälle gesorgt. Nach Polizeiangaben kam es vor allem seit der Nacht zum Mittwoch zu zahlreichen Behinderungen. Im schwäbischen Kreis Donau-Ries wurde ein 33 Jahre alter Autofahrer getötet, als er mit seinem Fahrzeug bei Eisglätte ins Schleudern geriet und gegen einen entgegenkommenden Wagen prallte. Häufige Unfallursache war den Ermittlern zufolge nicht angepasste Geschwindigkeit bei oftmals geschlossener Schneedecke auf den Fahrbahnen. Bereits am Dienstagabend hatten schneebedeckte Fahrbahnen und Schneetreiben die Autofahrer überrrascht.

Wegen des Schneefalls rieten ADAC und Polizei alle Autofahrer dringend zur Vorsicht und mahnten dazu, die Autos winterfest zu machen. Vor allem im Alpenraum sollte man keinen Fall ohne Winterreifen unterwegs sein. Nach Angaben des ADAC sind dort bereits mehrere Berg- und Passstraßen gesperrt oder können nur mit Winterausrüstung befahren werden. Da die Schneefallgrenze gebietsweise auf unter 500 Meter sinke, bestand auch auf höher gelegenen Autobahnabschnitten Glättegefahr.

In Österreich wurden ADAC-Angaben zufolge vor allem die Bundesländer Vorarlberg, Salzburg und Tirol vom Wintereinbruch überrascht. Streckenweise ging es dort nur noch mit Schneeketten voran. Die Silvretta-Hochalpenstraße, das Timmelsjoch und der Sölkpass wurden vorübergehend gesperrt. In der Schweiz war die Situation besonders in den Kantonen Graubünden und Uri kritisch. Doch auch im Wallis sowie in der Region südlich des Vierwaldstätter Sees mussten sich Autofahrer auf schneebedeckte Fahrbahnen einstellen. Italien und Frankreich hingegen blieben bislang von größeren Störungen verschont. Doch auch hier könnte es dem Automobilclub zufolge in den nächsten Tagen schneien.

AFP/ddp/mb