Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Panorama Wieder in Hamburg: Psychisch kranker Mann nach Fixierung gestorben
Nachrichten Panorama Wieder in Hamburg: Psychisch kranker Mann nach Fixierung gestorben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:06 06.05.2019
Bereits am Ostersonntag starb ein fixierter Mann im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
Hamburg

Der vermutlich psychisch kranke Mann, der vor einer Woche in Hamburg-Rotherbaum zwei Polizisten verletzt und später auf der Wache einen Herz- und Atemstillstand erlitten hat, ist tot. „Das ist richtig“, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Weitere Angaben wollte sie nicht machen.

Laut einem Bericht des „Hamburger Abendblatts“ starb der Mann am Montag im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE). Die Todesermittler seien angewiesen worden, eine Eilsektion durchzuführen. Außerdem sei das Dezernat Interne Ermittlungen eingeschaltet worden.

Mann verletzt Polizistin mit einem Messer

Am vergangenen Montag waren zwei Beamte – eine 20-jährige Auszubildende und ihr 31 Jahre alter Kollege – zu einer Werkstatt in der Nähe des Dammtor-Bahnhofs gerufen worden. Dort hatte ein 27-Jähriger einen Mitarbeiter mit den Fäusten angegriffen. Der Onkel des Angreifers und weitere Mitarbeiter brachten den 27-Jährigen in ein Büro.

Als die Beamten den Raum betraten, habe der Mann ein Messer gezogen und die Polizistin im Gesicht verletzt. Ihr Kollege und der Onkel hätten den Angreifer entwaffnen können. Dennoch verletzte der 27-Jährige den zweiten Polizisten durch Schläge und Tritte.

Amtsarzt bestätigte Fixierung des Tatverdächtigen

Auf dem Kommissariat wurde der Mann zunächst fixiert, ein Amtsarzt bestätigte die Fixierung. Als der Mann sich beruhigt hatte und einem Haftrichter vorgeführt werden sollte, wurden ihm die Fesseln gelöst. Dabei habe er erneut erheblichen Widerstand geleistet, wurde wieder fixiert und erlitt sodann einen Herz- und Atemstillstand. Der Mann sei unter Reanimationsbedingungen ins UKE gebracht worden, hieß es. Der 27-Jährige soll sich vor der Tat längere Zeit in einer psychiatrischen Klinik befunden haben.

Erst am Ostersonntag war es in Hamburg zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Ein 34-Jähriger hatte einen Herzstillstand erlitten, nachdem ihn Mitarbeiter des UKE-Sicherheitsdiensts gewaltsam fixiert hatten. Der Mann starb wenige Tage später.

Von RND/dpa