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Panorama Sommerhitze und Saharastaub
Nachrichten Panorama Sommerhitze und Saharastaub
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14:58 21.05.2014
In den Freibädern herrscht in diesen Tagen Hochbetrieb.
In den Freibädern herrscht in diesen Tagen Hochbetrieb. Quelle: dpa
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Hannover

Sogar an den Küsten wird es hochsommerlich mit Temperaturen nahe der 30 Grad-Marke - im Südosten wird sie wohl überschritten. Heiße Luft aus der Sahara wird mit einer kräftigen Südströmung weit nach Norden getragen, und sie hat gelben Wüstenstaub im Gepäck, wie Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Mittwoch sagte. Erst Anfang April war Saharastaub in weiten Teilen Deutschlands niedergegangen.

In wachsender Schwüle steigt gleichzeitig die Gewittergefahr. Die ersten Schauer erwarteten die Meteorologen für Mittwochabend im Westen. Am Donnerstag sei die ganze Westhälfte Deutschlands betroffen, am Freitag der Osten. Örtlich seien Unwetter mit Hagel und Starkregen möglich. Wenn sich die Gewitter verzogen haben, ist die große Hitze erst einmal vorbei. Am Wochenende soll sich die Wetterlage wieder beruhigen - dann wird es wieder merklich kühler, aber immer noch angenehm warm bei 20 bis 25 Grad.

Dass feiner Wüstenstaub aus der Sahara nach Deutschland gelangt, ist nicht ungewöhnlich. Etwa zehn Mal im Jahr kommt dies vor. Je nach Stärke wird die Sonne sichtbar getrübt, manchmal ist eine gelbe Schicht auf Autos, Straßen und Fensterbänken zu sehen. Damit der Staub von Afrika bis nach Deutschland gelangen könne, müsse eine besondere Großwetterlage herrschen, sagt DWD-Experte Friedrich: Ein ausgeprägtes Tiefdruckgebiet im Westen und ein Hoch über dem Osten. Dazwischen entsteht eine kräftige Süd- bis Südwestströmung. Wenn gleichzeitig über der Sahara ein Tief liegt, dort viel Wind den Staub aufwirbelt und in große Höhe transportiert, geht der feine Sand auf die Reise.

"Der Wind packt ihn und transportiert ihn Richtung Norden", sagte Friedrich. In zwei bis drei Kilometern Höhe fliege der Staub zwischen Mallorca und Sardinien über das Mittelmeer, durch das Rhonetal, an den Alpen westlich vorbei und biege dann nach Deutschland ab, das er nach 24 bis 36 Stunden erreiche.

Freibäder in Hannover


Badeseen in der Region Hannover

 


dpa/frs