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Panorama Verteidiger plädiert im Holzklotz-Prozess auf Freispruch
Nachrichten Panorama Verteidiger plädiert im Holzklotz-Prozess auf Freispruch
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12:57 19.05.2009
Ein Holzklotz, der am Sonntag (23.03.08) von Unbekannten von einer Autobahnbruecke zwischen dem Autobahnkreuz Oldenburg Nord und Ohmstede auf die A29 geworfen wurde, liegt in einem PKW
Quelle: Polizei/ddp
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Das sagte Anwalt Matthias Koch vor dem Landgericht. Sein ursprüngliches Geständnis habe H. sich möglicherweise aus Geltungsdrang nur ausgedacht, nachdem er zuvor wegen einer Zeugenaussage bereits ins Visier der Polizei geraten war. Der psychologische Sachverständige, der im Prozess das später widerrufene Geständnis für glaubhaft befunden hatte, könne sich geirrt haben, sagte Koch.

Das Geschoss hatte am Ostersonntagabend vergangenen Jahres die Windschutzscheibe eines Autos auf der A29 durchschlagen und die 33-jährige Beifahrerin vor den Augen ihres Mannes und ihrer zwei Kinder getötet.

Staatsanwaltschaft und Nebenklage hatten lebenslange Haft für H. wegen heimtückischen Mordes, dreifachen Mordversuchs sowie gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gefordert. Der Angeklagte hatte nach seiner Festnahme vor einem Jahr die Tat zunächst gestanden, dies später aber zurückgenommen.

Am Dienstag ließ er seinen Verteidiger erklären, dass ihm das, was am Tattag passierte, leid tut. Auf die Gelegenheit, selber letzte Worte an die Kammer zu richten, verzichtete H.. Der 31-Jährige hatte während des gesamten Prozesses vor dem Landgericht geschwiegen und sich nur über an seinen Verteidiger adressierte Briefe geäußert. Das Urteil gegen den 31-Jährigen wird am Mittwoch erwartet.

afp