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Panorama Grausiger Fund auf Müllkippe: Bekannter Türsteher auf Usedom getötet
Nachrichten Panorama Grausiger Fund auf Müllkippe: Bekannter Türsteher auf Usedom getötet
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16:40 09.05.2019
Ein Leichenfund auf der Insel Usedom beschäftigt die polnische und die deutsche Polizei. Quelle: dpa/Symbolbild
Usedom

Nun ist es offiziell: Noch ein Mord auf der Insel Usedom! Die Staatsanwaltschaft Stralsund hat bestätigt, dass der deutsche Staatsbürger Dag S., der auf der Insel wohnte, am Mittwoch kurz vor Swinemünde auf einer Müllkippe in Przytór an der Schnellstraße nach Stettin tot aufgefunden wurde.

Der Mann (59), der aus Greifswald stammt, war Inhaber einer Sicherheitsfirma auf Usedom und durch seine Tätigkeit als Türsteher namhafter Diskotheken und Bars weit über die Insel hinaus bekannt. Die Todesnachricht verbreitete sich daher wie ein Lauffeuer in der Region.

Auto des Toten durch Polizei abgeholt

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft StralsundMartin Cloppenburg, bestätigte sowohl den Leichenfund als auch die Angaben zur Person des Getöteten. Auf einem Parkplatz in Ahlbeck am Rewe-Markt (früher Sky) war am Mittwochabend das dort geparkte Auto des Mannes durch die Polizei abgeholt worden.

Da sich laut Cloppenburg nach jetzigem Erkenntnisstand der Tatort auf der polnischen Seite der Insel Usedom befinde, werden die Ermittlungen zum Tathergang durch die polnische Polizei geführt. „Da es sich aber um einen deutschen Staatsbürger handelt, ermitteln auch wir“, sagt Cloppenburg. Die Kriminalpolizeiinspektion Anklamkooperiere dazu mit den Kollegen vor Ort in Swinemünde.

Weltmeister und Betreiber eines Fitnessstudios

Der Getötete war vielen in der Region auch durch seine sportlichen Erfolge im Kraftsport/Bankdrücken bekannt, die noch zu DDR-Zeiten in Greifswald begannen. In früheren Jahren holte er sogar Weltmeistertitel. Außerdem trainierte er jahrelang mit weiteren Weltmeistern, so 2010 mit Fredy Jahnke aus Gützkow, als Übungspartner.

Gleich nach der Wende gründete er in Greifswald eines der ersten Fitnessstudios in der Hansestadt und hatte damit zunächst unternehmerischen Erfolg. Später musste das Fitnessstudio Insolvenzanmelden. Der Mann verlegte dann seinen Lebensmittelpunkt auf die Insel Usedom.

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Von Cornelia Meerkatz/RND