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Panorama Chaosplanung um A20-Brücke: Land feuert Büro – Mehrkosten und verzögerter Neubau drohen
Nachrichten Panorama Chaosplanung um A20-Brücke: Land feuert Büro – Mehrkosten und verzögerter Neubau drohen
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10:02 09.05.2019
Nach der Freigabe der 773 Meter langen Behelfsbrücke für die teilweise im Moor versunkene Ostseeautobahn A20 rollen die Fahrzeuge in Fahrtrichtung Stettin. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
Rostock

Ist es ein Rückschlag oder Neustart für die Trebeltalbrücke auf der A20? Wie das Verkehrsministerium der Ostsee-Zeitung bestätigt, hat sich das Land vom Rostocker Ingenieurbüro getrennt. Grund dafür sollen unterschiedliche Vorstellungen sein, wie die Vorgaben des Landes für den Neubau an der eingestürzten Autobahn umzusetzen seien.

Die Ingenieure hatten im Auftrag des Landes die Planungen für den Ersatzbau der Brücke auf der A 20 bei Tribsees übernommen. Bereits ab Oktober soll es zu ersten Meinungsverschiedenheiten zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber gekommen sein. „Als wir merkten, dass es schwierig wird, mit dem Büro umzusetzen, was wir wollen, haben wir gegengesteuert“, bestätigt Ronald Normann, Abteilungsleiter im Landesamt für Straßenbau und Verkehr.

„Es gab Reibereien“

Dennoch bildeten die Entwürfe der Rostocker zu Jahresbeginn die Grundlage für Verhandlungen des Landes mit dem Verkehrsministerium des Bundes in Bonn. Das Planrechtsverfahren läuft bereits. Normann hofft auf den Abschluss des Verfahrens bis Mitte Mai. Parallel erfolgt bereits die Einstellung der Haushaltsmittel im Bundesverkehrsministerium. Ab Juni, so der aktuelle Stand, soll das Geld für den Neubau bereitstehen. Geplanter Baustart ist September, spätestens Oktober.

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Zu den konkreten Ursachen für die überraschende Trennung wollten sich beide Parteien nicht äußern. Eine Sprecherin des Verkehrsministeriums in MV nannte als Grund dafür ein „laufendes Verfahren“. Der Geschäftsführer des Planungsbüros bestätigt lediglich: „Es gab Reibereien, deshalb sind wir nicht mehr im Rennen.“ Nach Informationen der Ostsee-Zeitung sollten die Pläne der Ingenieure bereits im Januar vorliegen. Letzte Zuarbeiten sollen jedoch erst Anfang Mai eingegangen sein. Man habe, so Ronald Normann, Konsequenzen ziehen müssen, als klar wurde, dass das Büro die Vorstellungen des Landesamtes nicht erfüllen könne.

„Änderungsbedarf in Größenordnung erforderlich“

Die Kündigung der Zusammenarbeit in der laufenden Planung ist brisant. Christian Hieff, Sprecher des ADAC, sagt hierzu: „Es ist nicht gängige Praxis, dass man mitten im Rennen das Pferd wechselt. So etwas ist in jedem Fall mit Mehraufwand verbunden.“ An der grundsätzlichen Gestalt des Bauwerks wird sich dennoch laut dem Landratsamt nichts ändern.

Es hat nun ein anderes Rostocker Ingenieurbüro mit den weiteren Planungen beauftragt. Was die Querelen für die Fertigstellung der Brücke bedeuten, ist laut Verkehrsministerium ungewiss: „Das können wir erst nach Vorliegen der überarbeiteten Pläne beurteilen. Wir gehen davon aus, dass der Wechsel nicht zwangsläufig zu Verzögerung und Verteuerung führen muss, sondern auch zu einer Optimierung des Verfahrens führen kann“, so die Sprecherin.

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Von Juliane Schultz/RND

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