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Panorama Tödliche Schüsse: Ermittlungen gegen Polizisten eingestellt
Nachrichten Panorama Tödliche Schüsse: Ermittlungen gegen Polizisten eingestellt
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13:45 03.07.2019
Die tödlichen Schüsse fielen bei einem Einsatz wegen Ruhestörung. Quelle: picture alliance/dpa
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Braunschweig

Nach dem Tod eines Mannes bei einem Polizeieinsatz in Braunschweig sind die Ermittlungen gegen den Beamten eingestellt worden. Der Polizist habe nicht strafbar gehandelt, als er im Herbst 2018 die Schüsse abgab, teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig am Mittwoch mit. Ein 39-Jähriger war in der Nacht zum 28. Oktober durch einen Schuss aus einer Dienstwaffe getroffen worden und trotz Erster Hilfe noch vor Ort gestorben.

Mann legte Waffe nicht aus der Hand

Zwei Polizisten waren nach damaligen Polizeiangaben zum Einsatzort gefahren, weil sich eine Anwohnerin über zwei grölende Personen in einem Mehrfamilienhaus beschwert hatte. Nach der Ankunft der beiden Polizisten seien die Unbekannten aus dem Gebäude geflüchtet. Unmittelbar darauf kam laut Bericht aus dem Nachbarhaus ein Mann mit einer Schusswaffe in der Hand, dieser hatte demnach aber nichts mit den Flüchtenden zu tun. Die Beamten hätten ihn aufgefordert, die Waffe beiseite zu legen – das habe er nicht getan.

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Letzter Schuss war tödlich

Die Auswertung der Zeugenaussagen ergab laut Staatsanwaltschaft, dass der Mann mit seiner Schreckschusswaffe auf die beiden Beamten zielte. Für den Polizisten, der mehrere Schüsse abgab, sei der Eindruck entstanden, der 39-Jährige werde unverzüglich einen oder mehrere Schüsse in seine Richtung abgeben. Der letzte Schuss habe zu der tödlichen Verletzung geführt. Gegen die Einstellung des Verfahrens haben nach Angaben der Ermittlungsbehörde Angehörige Beschwerde eingelegt, über die die Generalstaatsanwaltschaft entscheiden soll.

Von RND/dpa