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Panorama Teenager nach Rettung aus Wildnis mit Vater zerstritten
Nachrichten Panorama Teenager nach Rettung aus Wildnis mit Vater zerstritten
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10:10 26.07.2009
Der aus den australischen Blue Mountains gerettete Jaime N. hat sich mit seinem Vater zerstritten.
Der aus den australischen Blue Mountains gerettete Jaime N. hat sich mit seinem Vater zerstritten. Quelle: Torsten Blackwood/afp
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Das Verhältnis zu seinem Sohn sei „mörderisch unangenehm“ geworden, sagte Vater Richard Cass der britischen Zeitung „Mail on Sunday“. Sein 19-jähriger Sohn habe aus mehreren gemeinsam unterzeichneten Verträgen mit Fernsehsendern umgerechnet 58.000 Euro erhalten. Cass sagte, dass er noch auf seinen Anteil warte, mit dem er die Rettungsmannschaften bezahlen wolle. Diese hatten Jamie Neale Mitte Juli nach zwölf Tagen verloren in einem schwer zugänglichen Gelände in den Blue Mountains westlich von Sydney gefunden.

„Ich fühle mich, als wäre ich von meinem eigenen Sohn bestohlen worden“, sagte Cass dem Blatt. „Der Sohn, den ich gefunden habe, ist nicht der Sohn, nach dem ich gesucht hatte.“ Er wolle nicht kritisieren, was sein Sohn mit dem Geld anfange, aber ihm stehe ein Teil davon zu. Der 54-Jährige betonte, wie wichtig es sei, die Rettung durch die australischen Helfer zu bezahlen. Er habe großes Verständnis dafür, dass die Steuerzahler in Australien nicht einsähen, warum sie die kostspielige Suche nach „Dummköpfen“ bezahlen sollten.

Der Teenager räumte ein, dass er sich einverstanden erklärt habe, den Bergungstrupp zu zahlen. Voraussichtlich in der kommenden Woche werde er das Geld für ein Interview erhalten - „aber was ich damit mache, ist meine Sache“, sagte Neale. Er wolle keine “öffentliche Schlammschlacht“ gegen seinen Vater führen und die Angelegenheit im Privaten klären. Der 19-Jährige hatte sich Anfang Juli in den Blue Mountains verlaufen und zwölf Tage nur mit einer dünnen Jacke ausgestattet überlebt. Die Geschichte sorgte weltweit für Schlagzeilen.

afp