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Panorama Regierungspräsident Lübcke: Aus nächster Nähe erschossen
Nachrichten Panorama Regierungspräsident Lübcke: Aus nächster Nähe erschossen
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20:33 03.06.2019
Walter Lübcke (CDU) Quelle: Uwe Zucchi/dpa
Kassel

In der Nacht zum Sonntag ist der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) tot aufgefunden worden – die Umstände des Todes waren noch am Montagmittag mysteriös. In Kassel hat die Staatsanwaltschaft nun in einer Pressekonferenz über den Fall informiert.

So ist Lübcke in der Sonntagnacht um 0.30 Uhr von einem Angehörigen gefunden worden, berichtet die „HNA“ von der Pressekonferenz. Auch bestätigt der Leitende Oberstaatsanwaltschaft, dass Lübcke an einer Schussverletzung gestorben ist. Das Projektil aus einer Kurzwaffe, also beispielsweise eine Pistole oder ein Revolver, habe ihn aus nächster Nähe in den Kopf getroffen.

Ermittler schließen Selbstmord von Kasseler Lübcke aus

Einen Selbstmord schließen die Ermittler mittlerweile aus, heißt es bei der Pressekonferenz. Folglich gehen sie von einem Verbrechen aus. Darüber, ob die Tatwaffe gefunden wurde, wollten Polizei und Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen nichts verraten.

Ermittelt werde mit Hochdruck in alle Richtungen, hieß es. Oberstaatsanwalt Streiff sagte auf die Frage, ob die Tat in Zusammenhang mit früheren Morddrohungen gegen Lübcke während der Flüchtlingskrise stehen könnte, zu einem solchen Motiv gebe es noch keine Erkenntnisse. Es wurde eine Sondereinheit aus 20 Polizisten gebildet, die vom Bundeskriminalamt unterstützt wird. LKA-Präsidentin Sabine Thurau sagte, ihre Behörde übernehme Ermittlungen in der Regel dann, wenn wie im aktuellen Fall eine Person des öffentlichen Lebens das Opfer eines Tötungsdelikt sei. Wann der Schuss genau gefallen ist, ist noch nicht klar. Lübckes Tod wurde um 2.30 Uhr in einer Klinik in Wolfhagen festgestellt.

Die Ermittler sind weiter auf der Suche nach einem Motiv

Lübcke hatte als politische Spitzenbeamter zehn Jahre lang das Regierungspräsidium Kassel geleitet, eine Verwaltungsbehörde auf mittlerer Ebene zwischen dem Land Hessen und seinen Gemeinden.

Das Wohnhaus des langjährigen Regierungspräsidenten war auch am Montag weiter von Einsatzkräften der Polizei bewacht worden und komplett abgesperrt. Es steht am Ortsrand des Dorfes Wolfhagen-Istha, in dem nur knapp 900 Menschen leben.

Lübckes überraschender Tod hatte am Sonntag Bestürzung ausgelöst: „Er war ein Brückenbauer, wie er besser nicht sein könnte“, hatten unter anderem Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Michael Boddenberg, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag, erklärt. Lübcke saß auch mehrere Jahre als Abgeordneter für die CDU im hessischen Landtag. Er hinterlässt eine Frau und zwei erwachsene Kinder.

Von RND/goe/dpa

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