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Panorama Sexualverbrechen wahrscheinlicher: Hose von Mirco gefunden
Nachrichten Panorama Sexualverbrechen wahrscheinlicher: Hose von Mirco gefunden
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16:57 10.09.2010
Eine Polizistin fotografiert am Freitag in Grefrath, Kreis Viersen, Spuren an Rande eines Maisfelds.
Eine Polizistin fotografiert am Freitag in Grefrath, Kreis Viersen, Spuren an Rande eines Maisfelds. Quelle: dpa
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Es wird immer wahrscheinlicher, dass der zehnjährige Mirco aus Grefrath einem Sexualverbrecher in die Hände gefallen ist: Eine Zeugin hat auf einem Parkplatz westlich von Grefrath die schwarze Trainingshose des Jungen gefunden. Nach einem DNA-Abgleich sei sicher, dass es sich um die Hose des vermissten Kindes handele, sagte der Leiter der Sonderkommission „Mirco“, Ingo Thiel, am Freitag in Mönchengladbach. Außerdem sei Mircos Handy am Freitagabend in diesem Gebiet geortet worden.

Die Zeugin habe die Hose dort am vergangenen Samstag neben einem Mülleimer auf dem Parkplatz zwischen Grefrath und Hinsbeck gefunden und für ihre eigenen Kinder mitgenommen. Alarmiert durch die Medienberichte nach dem Verschwinden des Kindes habe sich die Frau am Dienstag bei der Polizei gemeldet und die Hose übergeben. Um auch den Inhalt der Mülleimer auf dem Parkplatz zu überprüfen, kamen die Ermittler aber zu spät. Der Müll war am Dienstag bereits abgeholt und verbrannt worden.

Die Polizei sucht nun Zeugen, die auf dem Parkplatz Verdächtiges beobachtet oder möglicherweise weitere Sachen Mircos von dort mitgenommen haben. Mircos Fahrrad war östlich von Grefrath am Rand seines Heimwegs entdeckt worden. Auch das Rad war zunächst von einem Passanten mitgenommen worden.

Rund 1000 Polizisten hatten bei einer der größten Suchaktionen in der Geschichte Nordrhein-Westfalens in den vergangenen Tagen das 50 Quadratkilometer große Gebiet durchkämmt, in dem Mircos Handy geortet wurde. Das Mobiltelefon und der Junge blieben aber verschwunden.

Mittlerweile seien rund 400 Hinweise bei der Polizei eingegangen. „Die Hinweisflut reißt nicht ab“, sagte Thiel. „Die Suche nach Mirco wird fortgesetzt, bis wir ihn gefunden haben“, sagte der Chefermittler.

Im Landeskriminalamt versuchen Experten, ein Täterprofil zu erstellen und suchen nach Zusammenhängen zu ähnlichen Fällen. Einschlägig bekannte Sexualstraftäter der Region erhielten bereits Besuch von der Polizei und wurden befragt. An diesem Samstag werde erneut eine Hundertschaft der Polizei bestimmte Gebiete absuchen.

dpa

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