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Panorama Schafe in Vorpommern gerissen – war es wieder ein Wolfsrudel?
Nachrichten Panorama Schafe in Vorpommern gerissen – war es wieder ein Wolfsrudel?
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11:04 21.02.2019
Schlug erneut ein Wolfsrudel zu? Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
Ahlbeck

Im Süden Vorpommerns sollen Wölfe erneut Schafe getötet und verschleppt haben. Betroffen ist ein privater Schafhalter im Ahlbecker Ortsteil Gegensee (Landkreis Vorpommern-Greifswald), der zwei Mutterschafe und vier Lämmer verloren hat, wie eine Sprecherin der betroffenen Familie am Donnerstag sagte. Die Wölfe sollen die Herde mit insgesamt 13 Tieren in der Nacht zum 16. Februar angegriffen haben.

Zwei Schafe gefressen, vier Lämmer verschwunden

„Sie haben sich unter zwei Zäunen durchgewühlt“, sagte die Sprecherin. Zwei Mutterschafe seien fast aufgefressen gewesen, vier Lämmer verschwunden. Eine sofortige Untersuchung durch Gutachter habe den Verdacht eines Wolfsangriffs bestätigt. Die Schafhalter hatten die Merino-Mix-Rasse unter anderem gezüchtet, um eine spezielle Wollqualität zu bekommen, die sie selbst verarbeiten.

Weiterlesen: Was tun, wenn der Wolf kommt?

Erst vor zwei Wochen sollen Wölfe in der Region Nutztiere attackiert haben. Dabei wurden insgesamt mindestens 19 Schafe und Damhirsche getötet oder verletzt. Ergebnisse von DNA-Proben, die bestätigen, dass es sich in den Fällen tatsächlich um Wolfsangriffe handelt, stehen noch aus.

  Quelle: OZ

In der Ueckermünder Heide, wozu der riesige Truppenübungsplatz Jägerbrück gehört, jagen mehrere Wolfsrudel. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es laut Ministerium mindestens sechs Rudel sowie diverse Einzelwölfe und Wolfspaare. 2018 hatten Wölfe trotz umfangreicher Schutzmaßnahmen im Nordosten mehr als 160 Schafe, Kälber und andere Nutztiere getötet und verletzt.

Streit über Jagd auf Wölfe im Bundestag

Der Umgang mit Wölfen in Deutschland sorgt derweil im Bundestag weiter für Streit. Die FDP fordert, den Wolf ins Jagdgesetz aufzunehmen und parallel dazu in der EU auf eine Lockerung des Schutzstatus hinzuwirken. Die AfD will unter anderem regionale Obergrenzen für Wölfe und die Jagd erlauben, wenn die Zahl der Tiere sie überschreitet. Beide Anträge stehen an diesem Donnerstag auf der Tagesordnung des Parlaments - der Umweltausschuss hat empfohlen, sie abzulehnen. Das Thema ist auch zwischen Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) umstritten, sie sprechen derzeit über eine bessere Unterstützung für Schäfer.

Mit Blick auf den FDP-Antrag verwies die naturschutzpolitische Sprecherin der Grünen, Steffi Lemke, auf die bereits bestehende Möglichkeit, auffällige Wölfe zu erschießen. Sie warf der FDP vor, die Debatte populistisch anzuheizen. „Wer den Schafhaltern nachhaltig helfen will, muss endlich eine bundesweite Weidetierprämie umsetzen“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Einen Antrag von Grünen und Linken dazu hatte der Bundestag bereits abgelehnt.

Weiterlesen: Wölfe fühlen sich bei der Bundeswehr wohler als in Naturschutzgebieten

Von RND/dpa

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