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Panorama Rätselhaftes Geräusch könnte von Explosion stammen
Nachrichten Panorama Rätselhaftes Geräusch könnte von Explosion stammen
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16:21 23.11.2017
Mitglieder der argentinischen Luftwaffe suchen am im Südatlantik nach dem verschollenen U-Boot. Quelle: dpa
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Buenos Aires

Noch immer bleiben das argentinische U-Boot „ARA San Juan“ und seine 44-köpfige Crew verschwunden. Acht Tage nach dem letzten Funkkontakt gehen die internationalen Rettungsteams nun einer neuen Spur nach. Auf dem seit Tagen vermissten U-Boot hat es möglicherweise eine Explosion gegeben. Ein bei der Suche ermitteltes Geräusch gleiche dem einer nicht-atomaren Explosion, sagte Marinesprecher Enrique Balbi am Donnerstag. Die Angehörigen der 44 Besatzungsmitglieder seien informiert worden. Die Suche gehe weiter, bis Klarheit über das Schicksal der „ARA San Juan“ herrsche. Es gebe keine Hinweise auf einen Angriff auf das U-Boot.

Die in Deutschland gebaute „ARA San Juan“ war am Mittwoch vergangener Woche auf der Fahrt von Ushuaia an der Südspitze des Landes nach Mar del Plata verschwunden. Das U-Boot hatte einen Batterieschaden gemeldet und angekündigt, in den Stützpunkt zurückzukehren. Dann brach der Kontakt ab. An Bord sind 43 Männer und die erste U-Boot-Offizierin des Landes.

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Schiffe und Flugzeuge sind mittlerweile in ein vorheriges Suchgebiet zurückgekehrt, um dem von Experten ermittelten Geräusch nachzugehen. Die US-Behörden hatten am Tag des letzten Kontakts mit dem U-Boot eine „hydro-akustische Anomalie“ verzeichnet.

Unterdessen teilte Donald Trump via Twitter seine Unterstützung mit: „Ich habe schon vor längerem den Befehl gegeben, Argentinien bei der Such- und Rettungsaktion für das vermisste U-Boot zu unterstützen“, twitterte der US-Präsident am Mittwochabend. Auch Russlands Staatschef Wladimir Putin bot in einem Gespräch mit seinem argentinischen Kollegen Mauricio Macri Unterstützung an. Derzeit sind 14 Schiffe und zehn Flugzeuge aus mehreren Ländern im Einsatz.

Die Hoffnung auf die Rettung des seit dem 15. November vermissten U-Boots schwinden indes weiter. Das Wärmesignal, das ein Flugzeug der US-Navy am Dienstag entdeckte, entpuppte sich als falsche Spur. Die Luftreserven der „ARA San Juan“ werden knapp. Laut der Marine reichen die Sauerstoffvorräte an Bord nur für etwa sieben Tage.

Von RND/dpa