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Panorama Popstar ärgert sich über astronomisch hohe Spenden für Notre-Dame
Nachrichten Panorama Popstar ärgert sich über astronomisch hohe Spenden für Notre-Dame
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20:23 19.04.2019
Die schwedische Popsängerin Zara Larsson. Quelle: Jörg Carstensen/dpa
Stockholm

Die schwedische Popsängerin Zara Larsson („Lush Life“) ärgert sich darüber, dass Milliardäre beim Wiederaufbau der abgebrannten Kirche Notre-Dame so freigiebig sind. „Es ist so witzig für mich, wie die Milliardäre innerhalb von Tagen mit Hunderten Millionen für Notre-Dame daherkommen, während Menschen immer noch kein sauberes Wasser zum Trinken haben“, schrieb die Musikerin auf Twitter. Dies sei ihnen einfach egal, obwohl sie die Mittel dazu hätten, erklärte die 21 Jahre alte Schwedin. „Ich sage das mit dem tiefsten Respekt für Architektur und die Geschichte von Notre-Dame.“

Auf eine Twitter-Antwort, wonach die Spender mit ihrem Geld machen dürften, was sie wollten, antwortete Larsson: „Selbstverständlich. Ich sage nicht, dass sie etwas Schlechtes getan haben. Aber das führt einem vor Augen, wozu Menschen mit Wohlstand in der Lage sind.“

Natascha Ochsenknecht kritisierte gewaltige Spendensummen

Die weltberühmte Kathedrale im Herzen von Paris war bei dem Brand am Montagabend schwer beschädigt worden, vor allem das Dach wurde in großteils zerstört. Nach dem Feuer hatten französische Milliardäre immense Summen für den Wiederaufbau versprochen. Das hatte unter anderem auch Kritik der „Gelbwesten“-Protestbewegung ausgelöst: „Was "Notre-Dame" betrifft, so ist es gut, dass die Milliardäre 1 Milliarde Euro finden konnten, aber 140.000 Obdachlose, das interessiert niemanden!“, heißt es in einem Facebook-Post der Bewegung.

Mehr zum Thema: Die Notre-Dame im Dorf lassen

Auch in Deutschland ist die Spendenbereitschaft groß – doch auch hier sieht nicht jeder die Aufmerksamkeit und finanzielle Unterstützung für den Wiederaufbau von Notre-Dame nur positiv: Natascha Ochsenknecht trat bei Instagram eine hitzige Diskussion los. Die 54-Jährige postete ein Foto der brennenden Kathedrale, dazu schrieb sie mit Blick auf die gewaltigen Spendensummen: „Auf der Welt verhungern Menschen, weil kein Geld da ist. Kulturgut muss geschützt und unterstützt werden, keine Frage, aber Menschen sollten an erster Stelle stehen!“

Von RND/dpa