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Panorama Papst Benedikt XVI. feiert Ostermesse
Nachrichten Panorama Papst Benedikt XVI. feiert Ostermesse
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Papst Benedikt XVI. Quelle: Christophe Simon/afp
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In 63 Sprachen wünschte der Papst „ein gesegnetes und frohes Osterfest“ und spendete den traditionellen Ostersegen „Urbi et Orbi“ („Der Stadt und dem Erdkreis“).
In Zeiten der Wirtschaftskrise, des Klimawandels sowie eines „immer noch bedrohlichen Terrorismus“ sei es wichtig, Perspektiven wiederzuentdecken, die Hoffnung geben könnten, sagte Benedikt XVI. Zu seiner Reise Anfang Mai in den Nahen Osten sagte der Papst, „die unerlässliche Versöhnung“ sei Voraussetzung für eine sichere Zukunft. Dies könne nur durch „wiederholte, beharrliche und aufrichtige Bemühungen zur Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts“ erreicht werden, sagte der Papst, der seine Nahostreise am 11. Mai in Jordanien beginnt.
Benedikt XVI. sprach von seiner Afrika-Reise und erinnerte an die „brutalen und endlosen, oft in Vergessenheit geratenen Konflikte, die in einigen Ländern so viel Blutvergießen und Zerstörung verursacht“ hätten. Der afrikanische Kontinent solle stattdessen zu „den Waffen der Justiz und der Wahrheit, der Barmherzigkeit, der Vergebung und der Liebe“ greifen, forderte er. Zudem leide Afrika unter Hunger, Armut und Krankheit. Bei seiner ersten Afrikareise während seines Pontifikats hatte der Papst im März Kamerun und Angola besucht.
Vom Balkon des Petersdoms sprach das Oberhaupt von weltweit 1,1 Milliarden Katholiken, das am Donnerstag seinen 82. Geburtstag feiert, in 63 Sprachen den Osterwunsch. Auf Deutsch sagte er: „Euch allen ein gesegnetes und frohes Osterfest. Der Friede und die Freude des auferstandenen Herrn sei mit Euch.“
Einen besonderen Gruß richtete der Papst an die Überlebenden des Erdbebens in den mittelitalienischen Abruzzen. Ihnen wünschte er „Mut beim gemeinsamen Aufbau einer Zukunft voller Hoffnung“. Schon bei der Karfreitagsprozession in Rom hatte der Papst an die Opfer des schweren Erdbebens erinnert.
Mit dem traditionellen Segen „Urbi et Orbi“ („Der Stadt und dem Erdkreis“) beendete der Papst die Osterfeierlichkeiten, mit denen der Kreuzigung von Jesus Christus am Karfreitag und seiner Wiederauferstehung gedacht wird. In der Nacht zum Sonntag hatte das Oberhaupt der katholischen Kirche mit rund 5000 Gläubigen die Osterwache im Petersdom gefeiert.
In der Jerusalemer Altstadt versammelten sich am Sonntag tausende Pilger in der Grabeskirche, um Ostern an dem Ort zu feiern, an dem Jesus nach christlichem Glauben gestorben und wiederauferstanden ist. „Ich bin der glücklichste Mensch der Welt, seit 40 Jahren träume ich davon, hier zu sein“, sagte Frieda, eine 63-jährige Lehrerin aus Deutschland.

afp