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Panorama Ölpest erreicht Küste des US-Bundesstaats Louisiana
Nachrichten Panorama Ölpest erreicht Küste des US-Bundesstaats Louisiana
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22:32 30.04.2010
Vergebens: Arbeiter verlegen Barrieren zur Eindämmung des Ölteppichs vor der US-Golfküste.
Vergebens: Arbeiter verlegen Barrieren zur Eindämmung des Ölteppichs vor der US-Golfküste. Quelle: dpa
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US-Umweltschützer befürchten eine der schlimmsten Öko-Katastrophen der vergangenen Jahre. Die Ölplattform „Deep Water Horizon“ war vor knapp zehn Tagen nach einer schweren Explosion gesunken. Nach Angaben der Staatlichen Ozean- und Klimabehörde (NOAA) treten wahrscheinlich täglich fast 800.000 Liter aus der havarierten Bohranlage aus. US-Präsident Barack Obama hatte die Ölpest am Donnerstag zur „nationalen Katastrophe“ erklärt.

Die US-Regierung spricht inzwischen von einer Ölpest „von nationaler Bedeutung“. Der Gouverneur von Louisiana, Bobby Jindal, rief für seinen Staat den Notstand aus. Damit können nun rasch Bundeshilfen fließen. Inzwischen ist klar, dass das Ausmaß der Katastrophe größer ist als ursprünglich gedacht: Es fließt täglich fünfmal mehr Öl ins Meer als zuerst angenommen. Sorge bereite laut Jindal nun zusätzlich, dass durch starken Wind im Golf nun auch schwereres und nicht wie erwartet nur leichteres Öl auf die Küste treffe.

US-Präsident Barack Obama hatte zuvor eine „gründliche Untersuchung“ des Unfalls versprochen. Die Bundesregierung werde mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln helfen, die Ölpest einzudämmen. Die Regierung und der Ölkonzern BP „tun das Möglichste, um nicht nur auf diesen Vorfall zu reagieren, sondern auch seinen Ursachen auf den Grund zu gehen“, sagte der Präsident.

US-Innenminister Ken Salazar ordnete eine „umgehende Untersuchung“ aller Tiefsee-Ölplattformen im Golf an. Sie solle binnen sieben Tagen abgeschlossen werden, zudem würden alle Ölquellen überprüft, „damit so etwas nicht noch einmal passiert“, sagte ein Sprecher.

afp / dpa

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