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Panorama Obdachlose in Hamburg im Schlaf erfroren
Nachrichten Panorama Obdachlose in Hamburg im Schlaf erfroren
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13:40 21.11.2018
Eine Obdachlose ist in Hamburg im Schlaf erfroren. (Symbolbild) Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
Hamburg

Eine obdachlose Frau ist am Sonnabend tot am Hamburger Michel gefunden worden. Wie das Straßenmagazin „Hinz&Kunzt“ berichtete, hat die 64-jährige Birgit, genannt „Biggi“, dort gemeinsam mit anderen Obdachlosen Platte gemacht. Damit hat der frühe Kälteeinbruch in diesem Jahr einer weiteren Obdachlosen das Leben gekostet. „Als ein Freund sie am Morgen wecken wollte, hat sie sich nicht mehr bewegt“, zitiert die Zeitung einen „Hinz&Kunzt“-Mitarbeiter und Freund. „Biggi“ sei nicht gut zugedeckt gewesen. Noch am Vorabend habe er sich mit ihr unterhalten.

Um die genaue Todesursache zu klären, hat die Polizei eine Obduktion des Leichnams angeregt. Eine Fremdeinwirkung schließt die Polizei derzeit aus. „Biggi“ könnte nach Einschätzung von „Hinz&Kunzt“ die dritte Kältetote in Hamburg seit Oktober sein. Bereits Ende Oktober starb die 47-jährige Joanna auf einer Parkbank am U-Bahnhof Niendorf-Markt. Die Obduktion hatte nach Angaben des Straßenmagazins ergeben, dass sie an Unterkühlung starb. Am 4. November wurde der 47-jährige Obdachlose Macij leblos in einem alten Fabrikgelände in Harburg aufgefunden. Weil die Leiche nicht untersucht wurde, sei eine Unterkühlung zumindest nicht ausgeschlossen.

Lesen Sie auch: Wie man Obdachlosen bei Kälte helfen kann.

Paradox: Erfrierende entkleiden sich, weil sie schwitzen

Zu Beginn der kalten Jahreszeit gibt es immer wieder Meldungen von Kältetoten. Oft sterben die Obdachlosen unter dramatischen Umständen. In der Rechtsmedizin spricht man von der sogenannten Kälteidiotie, auch paradoxes Entkleiden genannt. Es tritt bei Menschen auf, die kurz vor dem Erfrieren stehen. Wird es kalt, ziehen sich die Gefäße zusammen. Dadurch unterkühlt der Körper stark und die Körpertemperatur sinkt auf 32°C. Steht der Tod dann kurz bevor, weiten sich die Gefäße wieder und das Blut schießt zurück in die unterkühlten Beine und Arme. Dem Betroffenen wird sehr warm und er beginnt sogar zu schwitzen. In diesem Stadium ist ein Erfrierender nicht mehr in der Lage, sich selbst zu helfen.

300 Kältetote seit 1991 in Deutschland

Zwei weitere Obdachlose sind in diesem Winter bereits in Köln und Düsseldorf erfroren, wie die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe mitteilte. Seit 1991 ist die Zahl der Kältetoten unter Wohnungslosen demnach auf mindestens 300 gestiegen.

Lesen Sie auch: BVG schließt U-Bahnhöfe für Berliner Obdachlose.

Von RND/epd/df

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