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Panorama Nach Messerattacke auf Baby: Zustand des Säuglings stabil – Details zum Täter
Nachrichten Panorama Nach Messerattacke auf Baby: Zustand des Säuglings stabil – Details zum Täter
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19:29 22.07.2019
Nach der Messerattacke auf ein drei Monate altes Baby in Rostock befindet sich dieses nicht mehr in Lebensgefahr. Quelle: Stefan Tretropp
Rostock

Der Zustand des am Samstag im Rostocker Stadtteil Dierkow bei einer Messerattacke schwer verletzten Babys ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft stabil. Welche Folgen die schwersten Verletzungen für das weitere Leben des drei Monate alten Säuglings haben werden, könne noch niemand absehen, sagte eine Sprecherin am Montag.

Ein 40 Jahre alter Mann hatte nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft am späten Samstagabend in einer Wohnung auf das Baby eingestochen und sich dann vom Balkon in der fünften Etage gestürzt. Der Mann starb. Um mehr über die Hintergründe der Tat zu erfahren, habe die Staatsanwaltschaft eine Obduktion beantragt. „Es gibt Hinweise, dass er möglicherweise Drogen genommen hat“, sagte die Sprecherin.

Wahnvorstellungen als Mitursache

Ersten Erkenntnissen zufolge könnten Wahnvorstellungen eine Mitursache gewesen sein. Nach derzeitiger Erkenntnislage gehen die Ermittler von einem plötzlichen Ausbruch ohne ersichtlichen Grund aus, sagte die Staatsanwältin. Die 18 Jahre alte Mutter des Säuglings erlitt einen Schock und konnte zunächst nicht vernommen werden.

Neunjähriger war während der Tat ebenfalls in der Wohnung

Der 40-Jährige war ein Bekannter der Familie, ohne festen Wohnsitz. Entgegen ersten Berichten handelte es sich nicht um den Ex-Partner der 18-Jährigen. Der Mann habe eine Beziehung zur Mutter der jungen Frau gehabt, wobei derzeit unklar sei, ob diese Beziehung am Samstag noch Bestand hatte. Ein Neunjähriger, der während der Tat ebenfalls in der Wohnung war, ist der Sohn des Mannes und der Halbbruder der 18-Jährigen.

Der Mann war erst am Mittwoch vor der Tat aus dem Gefängnis entlassen worden, wo er eine Ersatzfreiheitsstrafe wegen einer nicht bezahlten Geldstrafe verbüßte, sagte die Sprecherin. Er sei wegen Gewalt- und Eigentumsdelikten polizeibekannt gewesen.

Von RND/Hannes Stepputat

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