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Panorama Nach Messerangriff am Iserlohner Bahnhof: Verdächtiger gesteht Tat
Nachrichten Panorama Nach Messerangriff am Iserlohner Bahnhof: Verdächtiger gesteht Tat
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17:52 19.08.2019
Mit Polizeiband ist der Zugang zum Stadtbahnhof Iserlohn gesperrt. Bei einem Messerangriff am Bahnhof sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen gingen die Ermittler von einer Beziehungstat aus. Quelle: Markus Klümper/visual inform/dp
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Iserlohn

Nach einem Messerangriff mit zwei Toten am Bahnhof von Iserlohn im Sauerland hat der Verdächtige laut Ermittlern die Tat zugegeben. Er soll seine getrennt lebende Ehefrau und deren Lebensgefährten umgebracht haben. "Wir vermuten, dass das Motiv in der Beziehung zu finden ist", sagte der Hagener Staatsanwalt Nils Warmbold am Montag. Zu den Angaben des 43-Jährigen wollte sich die Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht genauer äußern. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauerten an.

Dem 43-Jährigen wird vorgeworfen, am Samstag am Bahnhof die 32 Jahre alte Frau und ihren 23-jährigen Lebensgefährten mit einem Küchenmesser getötet zu haben. Vor etwa zwei Monaten war die 32-Jährige Mutter eines Kindes geworden. Der Säugling war während der Attacke im Auto.

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Die Staatsanwaltschaft geht bislang davon aus, dass der 23-jährige Tote der Vater des Kindes ist. "Ob der Tatverdächtige von dem Kind wusste, ist unklar", sagte der Staatsanwalt. Der 43-Jährige und das weibliche Opfer stammen aus dem Kosovo, das männliche Opfer aus Afghanistan. Der Tatverdächtige hatte sich nach der Tat widerstandslos festnehmen lassen.

Augenzeugen wurden von Notfallseelsorgern betreut

Die Attacke am frühen Samstagnachmittag am stark besuchten Bahnhof hatte Entsetzen ausgelöst. Zahlreiche Augenzeugen wurden durch Notfallseelsorger betreut. Unbekannte hatten nach Angaben der Polizei von Montag zudem ein Foto des männlichen Opfers gemacht und veröffentlicht. Die Polizei verurteilte dies als "abscheulich" und "pietätlos". Gegen den unbekannten Urheber des Bildes werde ermittelt.

dpa