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Panorama Rettung am Mount Everest kommt voran
Nachrichten Panorama Rettung am Mount Everest kommt voran
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10:28 28.04.2015
Foto: Mehrere Hubschrauber waren bei der Rettung der Bergsteiger im Einsatz.
Mehrere Hubschrauber waren bei der Rettung der Bergsteiger im Einsatz. Quelle: Nick Cienski/Mission 14/dpa
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Kathmandu

Nach den Lawinen am Mount Everest infolge des schweren Erdbebens in Nepal sind fast alle Abenteurer ins Tal geflogen worden. Bislang wurden 205 Bergsteiger am höchsten Berg der Welt gerettet, wie der örtliche Polizeisprecher Bhanubhakta Nepal am Dienstag sagte. Die Polizei sprach von 17 Menschen, die durch eine Lawine im Everest-Basislager gestorben seien. Ein Sprecher der Tourismusbehörde gab die Zahl mit mindestens 20 an. Das indische Militär, das bei der Rettungsaktion mithalf, sprach von 22 Toten.

Am Montag hatte es Kritik an der Rettung in Nepal und am Mount Everest gegeben: Extrembergsteiger Reinhold Messner kritisierte eine seiner Meinung nach falsche Prioritätensetzung bei den Hilfsaktionen. Konkret geht es um die Nutzung von Hubschraubern: Drei Hubschrauber aus dem schwer vom Erdbeben betroffenen Nepal wurden bei Rettungen am Mount Everest eingesetzt. Das arme Land verfügt aber nur über sechs eigene Hubschrauber. Hinzu kommen 20 private.

Auch Extrembergsteiger und Mount-Everest-Kenner Peter Habeler sagte am Montag, man müsse bei der Rettung der Ärmsten Priorität einzuräumen. Viele einfache Nepalesen befänden sich in einer weit schlimmeren Notlage als die im Himalaya festsitzenden Bergsteiger.

Mittlerweile sind nur noch wenige Bergsteiger am Mount Everest.  Bergsteiger Daniel Mazur schrieb aus Camp 1 oberhalb des Basislagers: "Wir sind die letzten neun Sherpas und acht Kletterer am Everest." Die Helikopter-Landestelle liege auf 6100 Metern Höhe. "Sonnig und wolkenlos, aber das Warten ist schwer", teilte er via Twitter mit.

Aufstiegsroute zerstört

Mehr als 100 Bergsteiger saßen am Berg fest, weil die Aufstiegsroute - dazu gehören Leitern und Seile durch einen Gletscher - durch Lawinen zerstört worden war. Zum Zeitpunkt des Unglücks hielten sich etwa 1000 Menschen im Basislager auf. Der bekannte US-Bergsteiger Alan Arnette schrieb aus dem Basislager, fast alle Teams um ihn herum hätten das Camp verlassen oder bereiteten sich darauf vor. Sie würden in dieser Saison den Everest nicht mehr von der Südseite aus besteigen. "Einige kleine Teams werden in ein paar Tagen entscheiden", schreibt er in seinem Blog.

dpa/zys

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